Psychose

Halluzinationen und Wahnvorstellungen gehören zu den typischen Symptomen einer Psychose – einer psychischen Störung, bei der Betroffene die Realität in einer veränderten Form wahrnehmen. Eine Psychose kann organische Ursachen haben, aber auch ohne einen eindeutig identifizierbaren Auslöser auftreten. Die Behandlung setzt sich aus verschiedenen Komponenten mit einer medikamentösen Therapie und einer Psychotherapie zusammen.

Was ist eine Psychose?

Der Begriff Psychose fasst verschiedene psychische Störungen zusammen, die als Gemeinsamkeit haben, dass Betroffene das eigene Ich und die Umwelt verändert wahrnehmen oder verarbeiten. Das bekannteste Beispiel für eine Psychose ist sicherlich die Schizophrenie. Allerdings zählen noch viele weitere Krankheitsbilder zu den Psychosen.

Die verschiedenen Arten von Psychosen werden in primäre und sekundäre Psychosen eingeteilt. Zu den primären Psychosen zählen verschiedene Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis wie die Schizophrenie selbst. Außerdem werden die affektiven Psychosen wie die bipolare Störung, die Depression und die Manie und die sogenannten schizoaffektiven Störungen, die Symptome des schizophrenen Formenkreis und der affektiven Psychosen zeigen, zu den primären Psychosen gezählt.

Psychose mit Halluzinationen

Das bekannteste Beispiel einer Psychose ist die Schizophrenie, die sich in Wahnvorstellungen und Halluzinationen äußert


Psychosen werden in primäre und sekundäre Psychosen unterteilt

Sekundäre Psychosen entstehen aufgrund von organischen Veränderungen des Gehirns. Sie können plötzlich (akut) auftreten oder sich langsam, über einen längeren Zeitraum hinweg entwickeln (chronisch). Nach der Behandlung der Ursache sind die akuten sekundären Psychosen meist wieder verschwunden. Chronische sekundäre Psychosen bleiben dagegen meist bestehen.

Etwa drei bis vier Prozent der weltweiten Bevölkerung erkranken mindestens einmal im Leben an einer Psychose. Männer und Frauen sind davon gleich häufig betroffen. Meist treten Psychosen zwischen der Pubertät und dem 35. Lebensjahr auf, können sich aber theoretisch in jedem Lebensalter entwickeln, wobei Kinder selten an einer Psychose erkranken. Ein zweiter Häufigkeitsgipfel besteht im höheren Lebensalter im Rahmen innerer Erkrankungen oder Hirnerkrankungen wie beispielsweise der Demenz.