Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems, bei der im Gehirn bestimmte Nervenzellen absterben, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Er ist für die Kommunikation im Nervensystem mitverantwortlich. Der Dopamin-Mangel führt zu typischen Symptomen wie Zittern, einem unsicheren Gang oder einer nachlassenden Gedächtnisleistung. Meist erkranken Menschen im höheren Alter an Parkinson. Männer trifft es häufiger als Frauen.

Was ist Parkinson?

Parkinson, auch Parkinson-Erkrankung, Parkinson-Syndrom oder Morbus Parkinson genannt, ist eine Erkrankung des Nervensystems. Umgangssprachlich ist die Erkrankung auch unter der Bezeichnung „Schüttellähmung“ bekannt. Im Gehirn sterben dabei bestimmte Nervenzellen ab, die einen Botenstoff namens Dopamin produzieren. Er ist für die Kommunikation innerhalb des Nervensystems mitverantwortlich. In der Folge entsteht ein zunehmender Mangel an Dopamin, der fortschreitende Störungen im Nervensystem verursacht. Sie äußern sich durch die folgenden Symptome:

  • Zittern
  • Gangunsicherheit
  • nachlassende Gedächtnisleistung
  • Bewegungsarmt
  • fehlende Mimik
  • erhöhte Muskelspannung

Parkinson zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems, von der in Deutschland zwischen 150.000 und 200.000 Menschen betroffen sind. Benannt ist sie nach dem englischen Arzt Dr. James Parkinson, der die Erkrankung im Jahr 1817 erstmals beschrieb. Männer sind von Parkinson häufiger betroffen als Frauen. Mit dem Alter nimmt die Häufigkeit der Parkinson-Erkrankungen zu. Fast die Hälfte der Patienten erkrankt zwischen dem 55. und dem 65. Lebensjahr, bei weiteren 30 Prozent tritt die Krankheit in noch höherem Lebensalter auf.

Nur in seltenen Fällen wird Parkinson vor dem 40. Lebensjahr diagnostiziert. Der Arzt bezeichnet das dann als early-onset-Parkinson, also „früh auftretendes Parkinson“. Unabhängig davon, in welchem Lebensalter Parkinson auftritt, lässt sich in der Regel keine konkrete Ursache für die Krankheit finden – dies bezeichnen Mediziner als primäre oder idiopathische Parkinson-Erkrankung. Unter Umständen können Symptome von Parkinson auch infolge gewisser Medikamente, durch Vergiftungen oder durch bestimmte Erkrankungen (z. B. bestimmte Hirntumoren) ausgelöst werden. Diese Form der Parkinson-Erkrankung bezeichnet der Arzt als sekundäre Form, da ihr eine bestimmte Ursache zugrunde liegt.

Die Diagnose Parkinson ergibt sich aus der Kombination von persönlicher Krankengeschichte, spezifisch auftretender Symptome und entsprechender Untersuchungsergebnisse. Häufig führt der Arzt bei Verdacht auf Parkinson den sogenannten Levodopa-Test durch: Betroffene nehmen über einen gewissen Zeitraum das Mittel Levodopa ein. Falls Sie an Parkinson erkrankt sind, werden sich Ihre Beschwerden dadurch bessern.

Eine Parkinson-Erkrankung ist bis heute nicht heilbar. Allerdings bieten sich für die Therapie eine Vielzahl von Medikamenten an, welche die Beschwerden lindern, den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Lebensqualität steigern – und das über Jahre hinweg. Sie können durch Therapien ergänzt werden, die der zunehmenden Störung von Bewegung, Motorik und Gedächtnisleistung entgegenwirken, wie beispielsweise Logopädie oder Physiotherapie.