Ohrenrauschen durch Verletzungen der Halswirbelsäule?

Ohrenrauschen durch Verletzungen der Halswirbelsäule
Verletzungen der Halswirbelsäule können Ohrenrauschen, Sehstörungen, Nasennebenhöhlenentzündung oder Schwindel auslösen
Selbst Mediziner kommen bei Tinnitus selten darauf, dass Verletzungen der Halswirbelsäule die Auslöser sein können.

Welcher Halswirbel kann Ohrenrauschen bedingen?

Der erste Halswirbel trägt unseren Kopf. Wenn sich dieser Wirbel nicht in der richtigen Position befindet oder sich Verletzungen der Halswirbelsäule finden, kann das für eine Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen verantwortlich sein. Die Wirbelsäule muss dann nämlich die Fehlstellung des sogenannten Atlas-Wirbels mit einer Drehung bis zum Iliosakralgelenk kompensieren. Eine solche Verdrehung wirkt sich auf zahlreiche Organe, aber auch auf die Psyche aus. Winzige Verletzungen, aber auch Verspannungen in den Wirbelsegmenten C2-C4 können Ohrenrauschen, Sehstörungen sowie Nasennebenhöhlenentzündungen und Schwindel verursachen.

Das Tückische an Verletzungen der Halswirbelsäule

 Die Folgen zeigen sich oft erst mit Verspätung, so dass es Betroffenen und Ärzten schwerfällt, Ursache und Wirkung zu erkennen. So wird beispielsweise ein HNO-Arzt, der wegen Ohrenrauschen konsultiert wird, den Patienten bei der Anamnese nicht als erstes nach Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule fragen. Da durch das Nadelöhr des Halses wichtige Blutbahnen und Nervenverbindungen verlaufen, können selbst kleinste Verletzungen der Halswirbelsäule gravierende Auswirkungen haben.

Außer Ohrenrauschen - welche Symptome können Verletzungen der HWS noch hervorrufen?

Die Palette der möglichen Symptome reicht von Tinnitus-Beschwerden wie Ohrenrauschen oder Piepen im Ohr über Kribbeln in den Fingern bis hin zu Sehstörungen, Schwindel und Lähmungen. Durch die ständige Reizung der Nerven kann es aber auch zu entzündlichen Prozessen kommen. Völlig unterschätzt werden auch Verspannungen und Verhärtungen in dieser sensiblen Region. Auch sie können unbehandelt nicht nur starke Schmerzen verursachen, sondern sind auch für eine Reihe organischer Erkrankungen mitverantwortlich.

Ohrenrauschen

Neben Ohrenrauschen sind auch kribbelnde Hände ein typisches Symptom


Wie erkennt man ein Halswirbelsäulen-Leiden?

Verhärtungen, Verspannungen und Blockaden kann der geschulte Arzt oder Osteopath ertasten. Beim Aufspüren von Traumata und Verschiebungen hilft die Magnetresonanztomografie, ein bildgebendes Verfahren, mit dessen Hilfe neben den knöchernen Strukturen auch Bandscheiben, Nervenwurzeln, Bänder dargestellt werden können. Und das ermöglicht die exakte Zuordnung des Schmerzes zu einem bestimmten Nerv oder zu einem bestimmten Wirbelsäulenabschnitt.

Was hilft gegen Verletzungen der Halswirbelsäule?

Werden Verletzungen festgestellt, stellt der Arzt die HWS zunächst mit einer Halskrause ruhig. Im zweiten Schritt geht es dann darum, wie bei Verspannungen, Blockaden und Verhärtungen die Muskulatur zu lockern und zu kräftigen. Dabei können Dorntherapeuten und Osteopathen helfen. Im nächsten Schritt geht es um die Kräftigung der HWS.

Wie das richtige Kopfkissen Ohrenrauschen vorbeugen kann

Und dabei spielt erstaunlicherweise auch unser Kopfkissen eine wichtige Rolle: Ein straff gepolstertes Federkissen mit einem Federgehalt von 1,8 bis 2 Kilogramm auf 80x80 cm fördert die Entspannung der Nackenmuskulatur, während wir schlafen. Unterstützt werden sollte eine HWS-Aufbautherapie durch Spritzen von Vitamin B12. Der Vitalstoff hat laut neuen Studien Einfluss auf die ständige übermäßige Aktivität des Symphatikus, ein Nervengeflecht, das auf beiden Seiten der Halswirbelsäule entlangläuft.