Oberschenkel-Halsbruch (Schenkelhalsfraktur)

Der Oberschenkelhalsbruch (Schenkelhalsfraktur) bezeichnet einen Bruch des Oberschenkelknochens im Bereich seines abgewinkelten Halses. Er häuft sich bei Menschen ab dem 60. Lebensjahr, da die Knochendichte und mit ihr die Stabilität des Knochens mit zunehmendem Lebensalter abnehmen. Meist reicht in solchen Fällen ein vergleichsweise leichter Sturz auf die Hüfte, um einen Bruch des Schenkelhalses zu bewirken.

Was ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Der Oberschenkelknochen (Femur) bildet an seinem abgewinkelten, oberen Ende – dem Oberschenkelhals

Der Oberschenkelknochen (Femur) bildet an seinem abgewinkelten, oberen Ende – dem Oberschenkelhals – den Hüftkopf, der sich in der Hüftpfanne einpasst und so das Hüftgelenk bildet

Bei einem Oberschenkelhalsbruch bricht der abgewinkelte Schenkelhals, der den Kopf des Oberschenkelknochens (Femur) trägt. Dieser bildet gemeinsam mit dem Becken, genauer gesagt dem Hüftbein, das Hüftgelenk. Ein Bruch des Oberschenkelhalses ist eine typische Verletzung bei älteren Menschen, die mit zunehmendem Lebensalter, insbesondere ab dem 60. Lebensjahr verstärkt auftritt. Frauen erleiden häufiger einen Oberschenkelhalsbruch als Männer.

Die eigentliche Ursache für einen Oberschenkelhalsbruch ist die abnehmende Knochendichte. Ab dem 40. Lebensjahr verringert sich die Knochendichte als Teil der natürlichen Abbauprozesse kontinuierlich. Bei Menschen mit Osteoporose – umgangssprachlich auch als Knochenschwund bezeichnet – beschleunigt sich dieser Abbauprozess zusätzlich. Als Folge der abnehmenden Knochendichte und -masse werden die Knochen spröde und instabil. Insbesondere bei Osteoporose-Patienten reichen dann schon leichte Stürze auf die Hüfte aus, um einen Bruch im Schenkelhals zu erzeugen.

Oberschenkelhalsbruch bricht der Knochen

Bei einem Oberschenkelhalsbruch bricht das Verbindungsstück zwischen Oberschenkelknochenschaft und Hüftkopf, dann spricht man von einem Bruch

Ist der Oberschenkelknochen stabil, wie das bei jungen und jüngeren Menschen in der Regel der Fall ist, tritt ein Oberschenkelhalsbruch selten auf. Hier bedarf es schon einer großen Krafteinwirkung – etwa in Folge eines Unfalls – um den Schenkelhals zu brechen. Darüber hinaus können Krebserkrankungen, die die Knochensubstanz angreifen und zerstören, einen Oberschenkelhalsbruch verursachen. Hier reichen dann wiederum leichte Belastungen aus, um den Bruch zu bewirken.

Menschen mit einem Oberschenkelhalsbruch haben Schmerzen im Bereich der Hüfte. Begleitend können sich Blutergüsse und Schwellungen am Hüftgelenk bilden. Sie können mit dem betroffenen Bein in der Regel nicht mehr gehen. Durch den Bruch ist das Bein häufig verkürzt und nach außen gedreht.

Bei einem Oberschenkelhalsbruch besteht die Therapie aus einer Operation am gebrochenen Schenkelhals. Hierbei wird der aufsitzende Hüftkopf entweder erhalten oder durch ein künstliches Hüftgelenk ersetzt. Nur in seltenen Fällen entscheiden sich die behandelnden Ärzte für eine nicht-operative Therapie, und zwar dann, wenn es sich um einen hüftkopfnahen, eingekeilten Bruch handelt, bei dem die Bruchenden nicht gegeneinander verschoben sind. Das Bein des Patienten wird dann geschient und Schmerzmittel werden verabreicht. Bereits nach zwei bis drei Wochen beginnt der Patient mit der Physiotherapie am verletzten Hüftgelenk.

Einem Oberschenkelhalsbruch lässt sich nicht sicher vorbeugen, da die Knochen vor allem im hohen Lebensalter durch die natürlichen Abbauprozesse deutlich brüchiger sind, als bei jungen Menschen. Sie können den Abbauprozessen jedoch entgegen arbeiten, indem Sie frühzeitig damit beginnen, regelmäßig Sport zu treiben und sich konsequent gesund und ausgewogen zu ernähren. Für die Knochenstabilität ist hier vor allem eine kalziumreiche Ernährung wichtig.