Nikotinsucht

Die Nikotinsucht zu bekämpfen fällt schwer – Millionen Raucher können ein Lied davon singen. Trotz bekannter Gefahren für die Gesundheit greifen viele Raucher nach kurzer Zeit wieder zur Zigarette. Schuld daran ist das im Tabak enthaltene Nikotin, das die Sucht auslöst – es macht sowohl psychisch als auch körperlich abhängig.

Was eine Nikotinsucht?

Vielen Rauchern fällt es schwer, mit dem Rauchen aufzuhören – wenn es ihnen überhaupt gelingt. Denn Tabakkonsum, egal in welcher Form, macht abhängig: Die Ursache hierfür ist das im Tabak enthaltene, süchtig machende Nikotin. Tabak enthält über 4.800 verschiedene Inhaltsstoffe. Die häufigste chemische Verbindung darunter ist das Nikotin. Je nach Herkunft des Tabaks und dessen Zubereitung enthalten Zigaretten unterschiedlich viel Nikotin: In einer Zigarette finden sich bis zu 13 Milligramm Nikotin.

Tabak, egal in welcher Form konsumiert, enthält Nikotin

Tabak, egal in welcher Form konsumiert, enthält neben Nikotin eine Vielzahl weiterer giftiger und krebserregender Stoffe

Eine Nikotinsucht entsteht, wenn Tabak, ganz egal in welcher Form, konsumiert wird: Egal ob in Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak, Wasserpfeifen, beim Schnupfen oder Kauen von Tabak. Auch die neuartigen E-Zigaretten enthalten meist Nikotin.

Bereits weniger als sechs Zigaretten am Tag können zur Nikotinsucht führen. Wer mehr als 20 Zigaretten am Tag raucht, gilt als starker Raucher. Die Nikotinsucht äußert sich sowohl in psychischer als auch körperlicher Abhängigkeit. Raucher benötigen bei immer mehr Anlässen eine Zigarette – vor allem in Stresssituationen ist sie eine willkommene Abwechslung. Der Körper gewöhnt sich schnell an das Nikotin, und mit der Zeit benötigt er immer mehr davon, sonst kommt es zu Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Nervosität, Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten.

Tabakkonsum ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko

Rauchen und die damit verbundene Nikotinsucht sind weit verbreitet: In Deutschland rauchen rund 30 Prozent aller Erwachsenen. Männer rauchen dabei in allen Altersgruppen häufiger als Frauen, wobei die Raucherquote in den letzten Jahren rückläufig ist. Vor allem bei Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren geht die Nikotinsucht zurück: Im Jahr 2001 lag die Raucherquote in dieser Altersgruppe noch bei rund 28 Prozent, 2012 waren es nur noch 12 Prozent.

In Deutschland führt Rauchen jährlich zu rund 110.00 Todesfällen. Tabakkonsum ist somit das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Statistisch gesehen senkt Rauchen die Lebenserwartung um durchschnittlich zehn Jahre – mehr als die Hälfte der regelmäßigen Raucher stirbt vorzeitig an Lungenkrebs, einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder einer anderen Erkrankung der Atemwege wie COPD. Doch das Nikotin ist nicht allein schuld an den gesundheitlichen Schäden: Es sind rund 70 Substanzen im Tabak bekannt, die nachweislich krebserregend sind.