Nasenbluten

Mehr als die Hälfte aller Menschen hat einmal im Leben Nasenbluten. Meist lässt sich eine Blutung aus der Nase schnell stillen. Aber Nasenbluten kann auch lebensbedrohlich werden, wenn die Blutung nicht zu stoppen ist. In diesen Fällen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Neben harmlosen Ursachen kann Nasenbluten auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen, die behandelt werden muss.

Was ist Nasenbluten?

Nasenbluten ist ein plötzlich auftretendes Bluten unterschiedlicher Intensität aus einem oder beiden Nasenlöchern. Mediziner bezeichnen es als Epistaxis. In den meisten Fällen sind die Ursachen für Nasenbluten harmlos und es lässt sich innerhalb kurzer Zeit stillen. Wie alle Schleimhäute des Körpers ist auch die Nasenschleimhaut stark durchblutet. Die versorgenden Gefäße sind sehr fein und zart und können leicht einreißen, vor allem wenn sie – beispielsweise aufgrund einer Erkältung oder trockener Heizungsluft – angegriffen sind. Vor allem bei Kindern kommt es gelegentlich zu Nasenbluten, ohne dass ein Auslöser ersichtlich ist.

Nasenbluten triit meistens auf einem nasenloch auf

Nasenbluten tritt in den meisten Fällen einseitig aus nur einem Nasenloch auf

Allerdings kann eine Blutung aus der Nase auch schwer stillbar beziehungsweise sogar unstillbar sein und somit zu einem lebensbedrohlichen Notfall werden. Nasenbluten kann auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Grundsätzlich sollte daher – vor allem häufiges Nasenbluten – von einem Arzt auf seine Ursachen hin untersucht und gegebenenfalls eine geeignete Therapie durchgeführt werden. Bei Nasenbluten, das sich innerhalb von 20 Minuten nicht stoppen lässt, sollte sofort eine Notaufnahme aufgesucht werden, da ansonsten ein zu großer Blutverlust droht.

Nasenbluten ist kein seltenes Symptom. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen hatte bereits einmal im Leben Nasenbluten. Etwa sechs Prozent davon mussten deshalb einen Arzt aufsuchen. Die Häufigkeit von Nasenbluten nimmt mit dem Alter zu, meist tritt es erst ab dem 60. Lebensjahr auf. Männer sind doppelt so häufig davon betroffen wie Frauen.