Myome (Gebärmuttergeschwulst)

Eine unverhältnismäßig lange oder starke Monatsblutung kann auf Myome hinweisen. Dabei handelt es sich um Wucherungen der Gebärmutterwand, die gutartig – also kein Krebs – sind. Wenn Myome keine Beschwerden auslösen, müssen sie nicht behandelt werden. Wenn sie allerdings schnell wachsen und zu Schmerzen oder anderen Symptomen führen, sollten sie entfernt werden.

Was sind Myome?

Myome sind eine gutartige Geschwulste der Gebärmutter, die bis zu 20 Zentimeter groß werden können. Sie bestehen größtenteils aus glatter Muskulatur und einem mehr oder weniger stark entwickelten Anteil an Bindegewebe. In den meisten Fällen entstehen Myome am Gebärmutterkörper (Korpus-Myom), wesentlich seltener bilden sie sich am Gebärmutterhals (Zervix-Myom) aus. Myome können einzeln auftreten oder zu mehreren vorhanden sein. Medizinisch wird das Vorliegen viele Myome als Uterus myomatosus bezeichnet.

Etwa jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter ist von einem Myom betroffen

Etwa jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter ist von einem Myom betroffen

Myome werden nach ihrer Lage in der Gebärmutterwand in verschiedene Typen eingeteilt. Am häufigsten ist das sogenannte intramurale Myom. Dieses befindet sich innerhalb der Muskelschicht der Gebärmutterwand und ragt weder in die Gebärmutterhöhle noch in die Bauchhöhle hinein. Subseröse Myome liegen auf der Außenseite der Gebärmutter und können die die Gebärmutter umkleidende Haut, die Serosa des Bauchfells, so stark ausdehnen, dass sie schließlich nur noch über einen dünnen Stiel mit dem Organ verbunden sind. Intraligamentäre Myome wachsen innerhalb des breiten Gebärmutterbands, mit dem die Gebärmutter an der Bauchwand befestigt ist. Eine vierte Form sind die sogenannten submukösen Myome. Diese wachsen direkt unter der Schleimhaut der Gebärmutter, dem Endometrium, und dehnen sich in Richtung Gebärmutterhöhle aus.

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumoren bei Frauen

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumoren des weiblichen Genitaltrakts und entstehen meist zwischen dem 35. Und 50. Lebensjahr. Etwa jede vierte bis sechste Frau im gebärfähigen Alter ist davon betroffen.

Übrigens: Myome werden als hormonabhängige Tumoren bezeichnet, weil ihr Wachstum stark durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen stimuliert beziehungsweise durch Gestagene gehemmt wird. Sie treten grundsätzlich erst nach der Pubertät auf und bilden sich nach den Wechseljahren von alleine wieder zurück. Wenn Frauen vor den Wechseljahren keine Myome hatten, können sie danach auch keine mehr bekommen.