Mumps (Parotitis epidemica, Ziegenpeter)

Mumps ist eine akute, hochansteckende Virusinfektion, die zu den Kinderkrankheiten zählt. Ärzte bezeichnen die Erkrankung als Parotitis epidemica, der Volksmund spricht von Ziegenpeter. Mumpsinfektionen kommen auf der ganzen Welt häufig vor. Den sichersten Schutz bietet eine Impfung.

Was ist Mumps?

Mumps („Ziegenpeter“) ist eine häufige Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Ärzte bezeichnen Mumps als Parotitis epidemica (Glandula parotis = Ohrspeicheldrüse), da sie in den meisten Fällen mit einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse einhergeht. Aber das Mumps-Virus kann auch andere Organe, zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse, das Gehirn oder Hoden und Eierstöcke befallen.

Mumps verursacht häufig eine Ohrspeicheldrüsen-Entzündung

Mumps verursacht häufig eine Ohrspeicheldrüsen-Entzündung, aber auch andere Speicheldrüsen können sich entzünden

Mediziner rechnen Mumps zwar zu den klassischen Kinderkrankheiten, doch auch Jugendliche und Erwachsene können sich mit Mumps infizieren. Insgesamt erkranken Jungen häufiger an Mumps als Mädchen. Bevor es die Mumps-Impfung gab, infizierten sich überwiegend Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren mit Mumps.

Es kommt immer wieder zu kleineren Mumps-Epidemien

Seit den siebziger Jahren steht eine Impfung gegen Mumps zu Verfügung. Deswegen tritt die Infektion insgesamt seltener auf. Dennoch kommt es immer wieder zu kleineren Mumps-Epidemien. Dabei beobachten Wissenschaftler allerdings, dass zunehmend Jugendliche und junge Erwachsene an Mumps erkranken. Der Grund hierfür ist in der Regel ein fehlender oder unvollständiger Impfschutz. Auch wenn die Impfung recht gut vor einer Ansteckung schützt, besteht die Möglichkeit, an Mumps zu erkranken.

Mumps-Infektionen lassen sich das ganze Jahr über beobachten. In gemäßigten Klimazonen, wie Mitteleuropa, häufen sich die Erkrankungsfälle jedoch vor allem im Winter und Frühling. In vielen Fällen verläuft Mumps eher mild, und die Erkrankten genesen vollständig. Es sind jedoch auch Komplikationen durch Mumps-Infektionen bekannt. So kann nach einer Hirnhautentzündung (Meningitis) infolge einer Mumps-Infektion eine bleibende Schwerhörigkeit bestehen bleiben. Bei jugendlichen und erwachsenen Männern können Mumps-Viren zu einer Hodenentzündung führen. In seltenen Fällen resultiert daraus eine Unfruchtbarkeit.