Mittel gegen Gelenkschmerzen: Sanfte Hilfe aus der Natur

Brennessel als Mittel gegen Gelenkschmerzen
Die Brennnessel ist ein wirksames Mittel gegen Gelenkschmerzen sowie Rheuma und verbessert die Beweglichkeit
Sanfte Heiler aus der Natur helfen bei Gelenkschmerzen, Erkältungen oder Stimmungstiefs oft genauso gut wie Medikamente. Denn Naturheilmittel sind sanft und unterstützen die Selbstheilungsprozesse des Körpers. Ob Tees, Salben oder Tinkturen – die Natur hat für fast jedes Leiden ein Mittel. Hier die besten Hausmittel.

Mittel gegen Gelenkschmerzen und Rheuma:  Die Brennnessel

Schon der berühmte Pfarrer Kneipp vertraute als Mittel gegen Gelenkschmerzen auf die Kraft der Brennessel. Anwendungen lindern Rheuma- und Gelenkschmerzen und verbessern die Beweglichkeit. Rezept: 2 TL getrocknete Brennnesseln aus der Apotheke mit 1 Tasse siedendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Täglich 3-4 Tassen trinken. Nach drei Wochen 10 Tage pausieren. Übrigens: Brennnesseln regen die Nierenfunktion an und helfen bei Harnwegsinfekten. Es ist also zu mehr gut als nur als Mittel gegen Gelenkschmerzen.

Heilerde stoppt Sodbrennen

Sodbrennen, Völlegefühl, Reizmagen – so unterschiedlich diese Beschwerden sind, sie alle können durch ein und dasselbe Mittelgelindert werden: Heilerde. Zu Pulver gemahlen wurde sie schon im alten Ägypten als Arznei genutzt. Denn die feinen Erdkörnchen saugen wie ein Schwamm Keime, Schadstoffe und überschüssige Magensäure auf und bringen den Säure-Basen-Haushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht. Rezept: Zweimal täglich 1-2 TL Heilerde in ein Glas Wasser einrühren und eine halbe Stunde vor dem Essen trinken.

Herzgespann beruhigt bei Herzrasen

Kälte bedeutet Stress für das Herz. Ein wirksames Stärkungsmittel kommt aus der Klostermedizin: Herzgespann. Denn alle Teile der Pflanze verbessern die Blutversorgung des Herzmuskels, beruhigen nervöses Herzstolpern. Rezept: 1 TL des Krauts aus der Apotheke mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, das Ganze 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Vier Wochen lang morgens und nachmittags je 1 Tasse trinken. Bei Bedarf mit etwas Honig süßen.

Holunder

Holunder war bereits im Mittelalter für seine Heilkräfte bekannt und kann Fieber senken


Holunder senkt das Fieber

Bereits die heilkundige Hildegard von Bingen hat fieberhafte Infekte mit Holunderbeersaft behandelt. Ihr Rezept: 0,3 l Holdunderbeerensaft aus dem Reformhaus kurz erhitzen, einen TL Honig dazugeben. Dreimal täglich eine Tasse trinken. Die ätherischen Öle des Getränks wirken schweißtreibend und schleimlösend. Laut einer Studie kann Holunder die Dauer einer Erkältung durchschnittlich von sechs auf zwei Tage verkürzen. Gut zu wissen: Holunder ist auch für Kinder geeignet, da er keine Nebenwirkungen hat.

Johanniskraut hellt die Stimmung auf

Der mittelalterliche Arzt Paracelsus war davon überzeugt: Johanniskraut speichert das Sonnenlicht des Sommers, um diese Wärme dann im Winter abzugeben und die Gemüter zu erhellen. Inzwischen steht fest: Johanniskraut lindert leichte bis mittelschwere Depressionen genauso effektiv wie chemische Medikamente – aber ohne Nebenwirkungen. Sein Wirkstoff Hypericin beruhigt die Nerven, sorgt für besseren Schlaf und hemmt die Ausschüttung von Stresshormonen. Wichtig: Johanniskraut nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen. Die Wirkung tritt nach zwei Wochen ein. Die empfohlene Dosis pro Tag liegt bei 600 mg Johanniskrautextrakt (z.B. Neuroplant® Aktiv, rezeptfrei in der Apotheke). Auch bei Rückenschmerzen und als Mittel gegen Gelenkschmerzen hilft die Pflanze. Rezept: 25 g Johanniskraut mit 500 ml Olivenöl aufgießen. Sechs Wochen in einer durchsichtigen Flasche auf der Fensterbank lagern. Das Öl durch ein Leinentuch absieben. Schmerzende Stellen damit einreiben.

Pfefferminze pflegt die Haut

Oft ist die Haut im Winter trocken und spannt. Kälte und trockene Heizungsluft setzen ihr zu. Hier sorgt Pfefferminze für rasche Linderung. Rezept: Eine 5- bis 10-prozentige Lösung aus der Apotheke sparsam auftragen oder die betroffenen Stellen damit waschen (5-10 Tropfen mit 1 Liter Wasser vermischt). Wichtig: Höchstens 10 Tropfen pro Anwendung nehmen. Bei hartnäckigem Husten eignet sich Minzöl zur Inhalation: 3-5 Tropfen auf 1 Liter heißes Wasser geben. 2-3-mal täglich 10 Minuten inhalieren. Das löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien. Minzöl nicht bei Kindern im Bereich von Nase, Mund und Hals verwenden. Ihre Atemwege reagieren auf ätherische Öle sehr sensibel.

Rosenblüten

Sie leiden unter Kopfschmerzen? Der süße Duft von Rosen kann die Beschwerden lindern


Rosenblüten lindern Kopfschmerzen

In der Antike wurde die Rose als Arzneipflanze verehrt. Damals brühten Kräuterkundige bei Kopfschmerzen einen Tee aus Rosenblüten. Doch im Laufe der Jahre geriet die Heilkraft der Rose in Vergessenheit. Jetzt haben sich Naturärzte mit alten Rezepturen beschäftigt und sind dabei auf dieses alte Hausmittel gestoßen: 2 TL frische oder 1 TL getrocknete Rosenblüten (erhältlich: Reformhaus, Blumenhandel oder Kräuterladen) in 200 ml heißes Wasser geben, 10 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack mit Honig süßen, 3-mal täglich 1 Tasse trinken. Das ätherische Rosenöl lindert den Schmerz und stärkt den Kreislauf. Rosentee eignet sich auch zum Gurgeln bei entzündeter Mund- und Rachenschleimhaut. Dazu den Aufguss wie oben beschrieben zubereiten, abkühlen lassen und drei bis fünf Mal täglich damit gurgeln. Bei Schlafproblemen vier Tropfen naturreines Öl in eine Aromalampe geben und neben das Bett stellen – der Rosenduft erleichtert das Einschlafen.