Wie entsteht eine Meningitis und was hilft dagegen?

Die Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Sie wird fast immer durch Bakterien oder Viren ausgelöst. PraxisVITA erklärt, wie es zu der Entzündung kommt und wie sie behandelt wird.

Eine Meningitis ist verglichen mit anderen Entzündungen selten, denn die Hirnhäute sind gut vor Krankheitserregern geschützt. Wer trotzdem von einer Hirnhautentzündung betroffen ist, fühlt sich meist schwer krank und hat starke Kopfschmerzen und Nackenschmerzen. Da die Hirnhäute so nah am Gehirn liegen, sollte die Meningitis ernst genommen und immer im Krankenhaus behandelt werden.

Was ist eine Meningitis?

Die Hirnhäute, von Medizinern auch „Meningen“ genannt, umgeben die Nervenflüssigkeit, in der das Gehirn und das Rückenmark schwimmen. Werden sie von einer Entzündung befallen, spricht man von einer Meningitis oder Hirnhautentzündung. Da die Hirnhäute sehr schmerzempfindlich sind, verursacht eine solche Entzündung fast immer starke Kopfschmerzen und Nackenschmerzen.

Meningitis

Bei einer Meningitis sind die Hirnhäute entzündet – Auslöser sind Viren oder Bakterien (hier in rot), die unter anderem die Neuronen (hier als bunte Kugeln) angreifen

Die Hirnhautentzündung kann auf das Gehirn übergreifen. Je nachdem, welche Strukturen die Entzündung betrifft, spricht man von:

Strukturen der Hirnhautentzündung

  • einer Meningitis, wenn nur die Hirnhäute betroffen sind (Hirnhautentzündung)
  • einer Enzephalitis (auch Encephalitis) bei einer Entzündung des Gehirns
  • einer Meningoenzephalitis (Meningoencephalitis) bei einer Kombination von Hirnhaut- und Gehirnentzündung – was nicht selten der Fall ist.

Alle drei Entzündungen sind schwere Krankheiten, die im Krankenhaus behandelt werden sollten.

Meningitis

Handys sind laut Studien stark keimbelastet. Auch Erreger von Meningitis lassen sich häufig nachweisen


Aktuelle Forschung: Warum Sie Nasenhaare nie ausreißen sollten

Nasenhaare werden häufig als kosmetisches Problem angesehen und daher oft entfernt. HNO-Ärzte warnen jedoch davor, die Härchen auszureißen: Dadurch können sich die Follikel der Nasenhaare entzünden, Furunkel und Infektionen werden so begünstigt. Die Blutbahnen der Nase sind direkt mit dem Gehirn verbunden – daher können Viren und Bakterien über Wunden der Nasenschleimhaut zum Hirn wandern und dort unter anderem Krankheiten wie Meningitis auslösen. Experten raten, nur sichtbar aus den Nasenlöchern ragende Haare vorsichtig mit einer Nagelschere zu kürzen. Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel „Nasenhaare: Darum dürfen wir sie niemals ausreißen.“

Keimfalle Handy?

Eine US-Studie belegt, dass sich auf der Geräteoberfläche von Mobiltelefonen krankmachende Erreger befinden, die den sogenannten mikrobakteriellen Code ihrer Besitzer widerspiegeln: Demnach stimmen rund 22 Prozent der Keime, die auf Handys gefunden werden, mit denen des Nutzers überein. Als die Forscher nach bestimmten Bakterien suchten, konnte eine Übereinstimmung von 82 Prozent zwischen Nutzer und Handy gefunden werden. Unter den Erregern befanden sich Keime, die Lungenentzündungen sowie Meningitis auslösen können. Alle Informationen zur Studie finden Sie im Artikel „Forscher entdecken Keim-Code: Mehr Bakterien auf Handys als auf Toilettenbrillen“.