Leberzirrhose

Eine Leberzirrhose ist das Endstadium vieler chronischer Lebererkrankungen. Dabei wird die Struktur der Leber unumkehrbar und fortschreitend über viele Jahre zerstört. Die Leber schrumpft zunehmend, weshalb eine Leberzirrhose im Volksmund Schrumpfleber heißt. Je weiter die Leberzirrhose fortschreitet, desto schlechter funktioniert die Leber.

Was ist eine Leberzirrhose?

Die Leber ist das zentrale Organ im menschlichen Stoffwechsel. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem:

  • Speicherung bestimmter Fette und Zucker
  • Regulation des Säure-Basen-Haushalts
  • Aufbau von Cholesterin
  • Bildung der Galle, die der Fettverdauung dient
  • Verarbeitung und Speicherung von Nährstoffen aus dem Darm
  • Abbau und Entgiftung, zum Beispiel von Medikamenten oder Giftstoffen wie Alkohol.

Eine Leberzirrhose wird auch als Schrumpfleber bezeichnet

Bei einer Leberzirrhose zieht sich die Leber immer mehr zusammen und schrumpft – daher auch die Bezeichnung Schrumpfleber

Die Leberzirrhose ist das Endstadium vieler chronischer Lebererkrankungen. Durch verschiedene Ursachen wird das gesunde Lebergewebe fortschreitend geschädigt und durch Bindegewebe ersetzt – Mediziner sprechen von Leberfibrose.

Leberzirrhose wird auch als Schrumpfleber bezeichnet

Links im Bild die gesunde Leber, rechts im Bild die zirrhotisch veränderte Leber

Links im Bild die gesunde Leber, rechts im Bild die zirrhotisch veränderte Leber. Bei der Leberzirrhose (Schrumpfleber) wandelt sich das Lebergewebe in Narben- und Bindegewebe um

Schreitet die Leberschädigung und damit auch die Leberfibrose weiter fort, vernarbt die Leber zunehmend und es kommt zur Leberzirrhose. Die Leber zieht sich immer mehr zusammen und schrumpft – daher die Bezeichnung Schrumpfleber. Das neugebildete Bindegewebe kann die Aufgaben der normalen Leberzellen nicht übernehmen, sodass die Leberfunktion immer mehr abnimmt – bis hin zu einem möglichen Leberversagen.

Verschiedene Typen der Leberzirrhose

Anhand des Durchmessers der knotigen Veränderungen lassen sich drei verschiedene Typen der Leberzirrhose unterscheiden:

  • Mikronoduläre Leberzirrhose (Durchmesser der Knoten bis 3 mm)
  • Makronduläre Leberzirrhose (Durchmesser der Knoten von 3 mm bis 3 cm)
  • Gemischtknotige Leberzirrhose (Mischform der beiden anderen Formen).

Männer sind öfter von Leberzirrhose betroffen als Frauen

Zu den häufigsten Ursachen einer Leberzirrhose zählen Alkoholmissbrauch und virusbedingte Infektionen (Hepatitis B, C und D) der Leber. Alkoholmissbrauch führt in der Regel zu einer mikronodulären Leberzirrhose, Hepatitis-Infektionen zur makronodulären Form.

In Deutschland sind rund eine Million Menschen von einer Leberzirrhose betroffen. Sie zählt hierzulande zu den 20 häufigsten Todesursachen. Männer erkranken dabei doppelt so häufig an einer Leberzirrhose wie Frauen.