Kopfschmerzen durch falsche Brille?

Kopfschmerzen können beim Tragen einer Brille durch ungeeignete Gläser kommen, denn sie strapazieren die Augen. Wir listen für Sie die wichtigsten Fakten rund um eine sinnvolle Sehhilfe auf.

Ist es schädlich, eine zu schwache Brille zu tragen?

Eine Brille kann die Sehschwäche zwar beim Tragen korrigieren, aber langfristig weder verbessern noch verschlechtern. „Eine ungeeignete Brillenstärke strengt das Auge aber stark an und kann zu Kopfschmerzen führen“, warnt Augenoptik-Experte Jürgen Meyer.

Welche Sehschwächen gibt es überhaupt?

Fast jeder zweite Deutsche ist kurz- oder weitsichtig, kann also Entferntes oder Nahes nicht scharf sehen. Heute lässt sich jedoch fast jede Fehlsichtigkeit durch eine Brille oder Kontaktlinsen korrigieren.

Warum verändert sich im Alter die Sehstärke?

Die Einstellfähigkeit der Linse zwischen nah und fern verändert sich mit den Jahren. „Ab etwa 45 Jahren braucht jeder Mensch für den Nahbereich eine andere Stärke als für die Ferne“, erklärt Jürgen Meyer, Vizepräsident des Zentralverbands der Augenoptiker.

Wie oft muss ich meine Augen überprüfen lassen?

Eine falsche Brillenstärke strengt das Auge sehr an und kann zu Kopfschmerzen führen

Eine falsche Brillenstärke strengt das Auge sehr an und kann zu Kopfschmerzen führen. Experten-Tipp: Brillenträger sollten ihre Sehhilfe einmal im Jahr beim Optiker prüfen lassen

Lassen Sie Ihre Sehhilfe regelmäßig kontrollieren: Brillenträger sollten einmal im Jahr zum Optiker. Ungeeignete Kontaktlinsen können den Augen schaden, die Linsen deshalb zweimal jährlich vom Optiker oder Arzt prüfen lassen.

Für wen machen Gleitsichtbrillen Sinn?

Prinzipiell für jeden, der Sehhilfen für Ferne und Nähe benötigt. Besonders praktisch ist sie für Autofahrer, um einen Brillenwechsel während der Fahrt zu vermeiden. „Wird sie präzise angepasst, kommt meist auch jeder schnell mit einer Gleitsichtbrille zurecht“, so Meyer. Tipp: Einfach ausprobieren! Viele Hersteller bieten ein mehrwöchiges Rückgaberecht an. Außerdem gibt es spezielle Versicherungen (ab ca. 50 Euro pro Jahr), die beispielsweise alle zwei Jahre eine neue Gleitsichtbrille, dazu Ersatz bei Bruch, Beschädigung oder Sehstärkenveränderung gewährleisten. Optiker haben in der Regel Angebote parat.

Kann man die Sehstärke irgendwie verbessern?

Leider nein. Jürgen Meyer: „Weder spezielles Augentraining noch vermehrter Möhrenverzehr können das Sehvermögen beeinflussen.“

Was hilft bei nächtlicher Sehschwäche?

Im Dunkeln wird das generelle Sehdefizit verstärkt, die Brillenstärke sollte deshalb nicht nur an Tageslicht, sondern auch für die Dämmerung angepasst werden. Dazu gibt es spezielle Prüfverfahren, Ihr Optiker berät Sie.

Lasern: Was taugen Billig-OPs im Ausland?

Auch ausländische Kliniken können gut sein. Eine umfassende medizinische Versorgung ist einem günstigeren Preis aber vorzuziehen. Generell gilt: „Die Langzeitfolgen von Laser-OPs sind noch nicht umfassend bekannt, bei wem ein Eingriff sinnvoll ist, muss durch intensive persönliche Beratung geklärt werden“, betont Augenoptik-Experte Jürgen Meyer.