Konzentrationsstörungen

Konzentrationsstörungen treten bei jedem Menschen ab und zu auf. Zu einer Belastung kann dieser Zustand werden, wenn er dauerhaft anhält – dann spricht man von einer Konzentrationsschwäche.

Mögliche Ursachen der Konzentrationsstörungen sollten gemeinsam mit einem Arzt abgeklärt werden. Denn in manchen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter.

Was sind Konzentrationsstörungen?

Eine Konzentrationsstörung oder eine Konzentrationsschwäche kann in jedem Lebensalter auftreten. Hinter beiden Begriffen verbirgt sich das gleiche Problem: Den Betroffenen gelingt es nicht, ihre Aufmerksamkeit zu bündeln und sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Falls dieser Zustand vorübergehend ist, so wird er als Konzentrationsstörung bezeichnet. Von einer Konzentrationsschwäche spricht der Arzt dann, wenn der Zustand länger anhaltend oder sogar dauerhaft ist. Die Übergänge zwischen Konzentrationsstörungen und einer Konzentrationsschwäche sind fließend und lassen sich nicht exakt voneinander abgrenzen.

Konzentrationsstörungen können in jedem Lebensalter auftreten

Die Übergänge zwischen Konzentrationsstörungen und einer Konzentrationsschwäche sind fließend und lassen sich nicht exakt voneinander abgrenzen


Konzentration bedeutet für das Gehirn Höchstleistung

Sich auf eine Tätigkeit oder einen Gedanken zu konzentrieren, bedeutet für das Gehirn geistige Höchstleistung. Sie kostet den Körper zusätzliche Energie und kann daher nur über einen begrenzten Zeitraum aufrechterhalten werden. Die Abnahme der Konzentrationsfähigkeit ist deshalb nicht gleichbedeutend mit Konzentrationsstörungen. Sie ist vielmehr ein normaler, natürlicher Prozess – wer sich lange konzentrieren muss, fühlt sich oftmals ähnlich erschöpft wie nach körperlicher Arbeit. Je höher das erforderliche Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration, desto kürzer der Zeitraum, für den das Gehirn geistige Arbeit auf entsprechendem Niveau verrichten kann. Grundsätzlich gibt es bezüglich der Fähigkeit, sich zu konzentrieren, von Mensch zu Mensch genetische Unterschiede. Die Konzentrationsfähigkeit kann aber auch – ähnlich wie ein Muskel – gezielt trainiert werden.

Konzentrationsstörungen in positiven Situationen

Bei einer Konzentrationsstörung oder einer Konzentrationsschwäche schweifen die Gedanken immer wieder ab. Betroffene nehmen sogar spontan andere Tätigkeiten auf. Ein solches Verhalten kann genauso durch äußere Reize ausgelöst werden wie ohne Ablenkung von außen. Ein typisches Beispiel ist ein Schulkind, das an seinem Schreibtisch sitzt und anfängt zu spielen, obwohl es eigentlich seine Hausaufgaben machen sollte. Da Konzentration Willen und Anstrengung erfordert, ist es bis zu einem gewissen Grad menschlich, sich selbst abzulenken, wenn eine ungeliebte Aufgabe ansteht. Bedenklich ist ein solches Verhalten insbesondere dann, wenn Konzentrationsstörungen sogar in positiven Situationen auftreten, etwa beim Ausüben eines Hobbys.