Können Vitamine Krebs heilen?

Die Behandlung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs hat bisher eine geringe Erfolgsquote. Jetzt sind US-amerikanische Wissenschaftler bei der Suche nach einer wirksamen Therapie einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Praxisvita hat die Fakten.

Die Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft bisher häufig erfolglos. Wissenschaftler forschen darum seit Jahren nach einer wirksameren Therapie.

 

Medizinern war bereits bekannt, dass die Tumore von einem Schutzschild umgeben sind, das Immunzellen und Wirkstoffe der Chemotherapie fernhält. Bisher war es aber nicht gelungen, dieses Schutzschild zu durchbrechen – das wollten US-amerikanische Forscher jetzt mit einer neuen Methode erreichen.

 

Vitamin D durchbricht Schutzschild

Die Wissenschaftler wussten bereits, dass die sogenannten Sternzellen eine wichtige Komponente des Schutzschildes bilden. Um sie zu deaktivieren, injizierten sie Mäusen ein modifiziertes Vitamin D – und hatten Erfolg damit: Bekamen krebskranke Mäuse das Vitamin-D-Medikament als Ergänzung zur Chemotherapie, stoppte das Tumorwachstum.

 

Das Faszinierende: Das Vitamin D greift die Krebszellen nicht direkt an, aber es zersetzt ihr Schutzschild und begünstigt so die Wirkung der Chemotherapie.

 

Entwicklung eines neuen Medikaments

Schon vorher hatten Forscher die Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Vitamin D erprobt – bis dato ohne Erfolg. Der Grund dafür war laut der Studienleiter, dass die bisherigen Tests mit nicht modifizierten Vitaminen und ohne eine gleichzeitige Chemotherapie durchgeführt wurden.

 

Als nächstes soll das Medikament an Menschen getestet werden. Bis es zugelassen ist, raten die Studienleiter der Bevölkerung, auf ihre Vitamin-D-Zufuhr zu achten. Denn ein Mangel scheint im Zusammenhang mit der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu stehen.

 

Wie Sie einem Vitamin-D-Mangel wirksam vorbeugen, erfahren Sie hier.

 

Hamburg, 27. September 2014