Jetlag

Viele freuen sich auf den lang ersehnten Urlaub im fernen Reiseziel – doch nach der Ankunft ist statt Erholung oft erst einmal tagelange Müdigkeit und Abgeschlagenheit angesagt. Grund ist der allseits bekannte wie gefürchtete Jetlag, der auf Langstreckenflügen die innere Uhr durcheinander – und Reisende um den Schlaf – bringt.

Was ist ein Jetlag?

Der Jetlag ist ein Phänomen, das viele Reisende auf Langstreckenflügen betrifft: Jeder freut sich auf den Urlaub in einem fernen Land – je weiter weg, desto größer ist meist auch die Vorfreude. Doch nach der Ankunft in einer anderen Zeitzone gilt für viele erst einmal: Tagsüber müde und abgeschlagen, nachts trotz Müdigkeit wach, der ganze Organismus ist durcheinander. An Erholung ist so in den ersten Urlaubstagen nicht zu denken.

Der Begriff Jetlag setzt sich aus den Englischen Begriffen „Jet“ für Flugzeug und „Lag“ für zeitliche Verzögerung zusammen. Die Zeitverschiebung sorgt dafür, dass die innere Uhr des Körpers durcheinander gerät und dieser somit nicht an den veränderten Tag-Nacht-Rhythmus am Zielort angepasst ist. Der Jetlag betrifft vor allem Reisende auf Langstreckenflügen, die mehrere Zeitzonen durchqueren. Bei interkontinentalen Reisen ändert sich nicht nur die Ortszeit, oftmals herrschen auch komplett andere klimatische Bedingungen am Zielort: So ist es möglich, dass beim Überqueren von Breitengraden, zum Beispiel von Deutschland nach Afrika, Temperaturunterschiede von 30 Grad Celsius auftreten.

Zeitzonen verursachen Jetlag

Je mehr Zeitzonen während des Flugs durchquert werden, desto stärker ist der Jetlag ausgeprägt


Der Jetlag bringt den Biorhytmus des Körpers durcheinander

Bei Flügen über Längengrade, also nach Westen oder Osten, treten Zeitverschiebungen auf: Bei Reisen in den Westen ist es am Ankunftsort früher, die Uhr muss zurückgestellt werden. Bei Flügen in den Osten ist es später als am Abflugort und die Uhr muss vorgestellt werden. Der Körper benötigt für diese Umstellung jedoch Zeit. Ist es zum Beispiel am Abflugort abends, verlangt der Körper nach Schlaf. Bei der Ankunft ist jedoch früher Morgen oder Mittag – am selben Tag. Je mehr Zeitzonen durchquert werden, desto größer ist die Zeitverschiebung, und desto schwerer fällt es dem Körper, sich an den geänderten Tag-Nacht-Rhythmus anzupassen.

Durch den Jetlag gerät die innere Uhr des Körpers durcheinander. Sie wird durch den 24-Stunden-Rhythmus mit Tag und Nacht, den sogenannten zirkadianen Rhythmus, bestimmt. Diese innere Uhr reguliert viele Funktionen im Organismus, vor allem den Schlaf-Wach-Rhythmus. Gerät die innere Uhr durcheinander, fühlen sich Jetlag-Betroffene nach einem Flug durch verschiedene Zeitzonen müde und leiden häufig unter Schlafstörungen.