Inhalieren bei Bronchitis: So wird’s gemacht!

Mann mit Bronchitis inhaliert ätherische Öle
Das Inhalieren mit Kochsalzlösung oder ätherischen Ölen aus Kamillenblüten, Eukalyptus und Thymian hat sich bei Bronchitis als heilsam bewährt
Das Inhalieren bei Bronchitis mit warmem Wasserdampf löst hartnäckige Krusten, sorgt für eine Befeuchtung der Schleimhäute und verbessert den Abtransport von Schleim. Worauf Sie bei einer Inhalation achten sollten.

Inhalieren bei Bronchitis: Darauf sollten Sie achten

Die Beigabe geeigneter ätherischer Öle verstärkt diesen Effekt. Zudem wirken die ätherischen Öle antimikrobiell, entzündungshemmend und entkrampfend auf die Bronchien. Auch besitzen sie eine abschwellende und befreiende Wirkung. So fördern sie den Abtransport von Atemwegssekret, unterstützen den Heilungsprozess und lassen Sie wieder befreit Durchatmen.

Drei Tipps für richtiges Inhalieren bei Bronchitis

  • Immer mit dem Mund ein- und durch die Nase wieder ausatmen! Ansonsten führt der 80°C heiße Wasserdampf dazu, dass die Nase komplett zuschwillt und der Schleim mitsamt den Erregern in die Bronchien gelangt. Beim Einatmen durch den Mund kühlt sich der Wasserdampf auf seinem Weg durch die Lunge bis zur Nase wieder ab, die ätherischen Öle können ihre Wirksamkeit entfalten und der Schleim wird heraus transportiert.
  • Wenn es der Tagesablauf zulässt, eignen sich als Zeitpunkt für das Inhalieren bei Bronchitis der Morgen, um Verkrustungen in den Atemwegen abzubauen, und der Abend, um mit befreiten Atemwegen besser einschlafen zu können.
  • Die Wirksamkeit der verwendeten Mittel sollte durch Studien zu Art und Dosierung der ätherischen Öle belegt sein (z. B. Pinimenthol, Apotheke).

Inhalieren bei Bronchitis: Was gilt für Kinder?

Inhalieren hilft Kindern beim Befeuchten der Schleimhäute

Das Inhalieren bei Bronchitis mit warmem Wasserdampf hilft dabei, die Schleimhäute zu befeuchten und den Heilungsprozess zu fördern

Das Inhalieren bei Bronchitis mit warmem Wasserdampf ist auch für Kinder geeignet, um die Schleimhäute zu befeuchten und den Heilungsprozess zu fördern. Bei der Inhalation von ätherischen Ölen müssen jedoch einige Dinge beachtet werden, um die Kinder nicht zu gefährden:

Verzichten Sie möglichst darauf, Ihr Kind über einer Schüssel mit Erkältungsbalsam und heißem Wasser inhalieren zu lassen. Bei der sogenannten Kochtopf-Methode ist die Verbrühungsgefahr viel zu hoch. In der Apotheke finden Sie Kaltinhalate (z. B. Pinimenthol), die Sie auf das Kuscheltier oder den Schlafanzug Ihres Kindes träufeln können. So können ganz einfach und sicher über Nacht die heilsamen ätherischen Öle ihre Wirkung entfalten.

Bei Kindern ab sechs Jahren können, z. B. in Fällen von hartnäckigen Erkältungen, Inhalatoren verwendet werden, die sich durch eine besonders sichere Anwendung auszeichnen. Fragen Sie in der Apotheke nach speziellen Inhalatoren, die über ein Heißwasser-Rückhalte-System und einen Aufsatz für Mund und Nase verfügen. Sie haben den Vorteil, dass heißes Wasser nicht ausläuft, wenn der Behälter versehentlich umfällt. Wichtig: Reinigen Sie nach jeder Anwendung den Behälter gründlich, damit keine Bakterien nach dem Inhalieren bei Bronchitis haften bleiben.

Erste Hilfe aus der Natur

Es gibt einen natürlichen Wirkstoff, der sich schützend auf die Schleimhautzellen legt und gleichzeitig das Immunsystem stärkt: Ein Extrakt (EPs7630) aus der Wurzel der südafrikanischen Kapland-Pelargonie (Umckaloabo Lösung, Apotheke). Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Pflanzenarznei Husten lindert und auch Hals- und Kopfweh erfolgreich bekämpft. Hat sich eine Bronchitis entwickelt, klingt diese schneller ab. Zudem ist der Wirkstoff für die Magen-Darm-Flora gut verträglich. Experten empfehlen, den Extrakt bei ersten Erkältungsanzeichen, wie zum Beispiel einem kratzigen Gefühl im Rachen, einzunehmen.