Sie gehören zu unserem Alltag dazu: Schmerzmittel können das Leben gehörig erleichtern. Doch welches Mittel hilft bei den einzelnen Beschwerden besser und was dürfen schon die Kleinsten einnehmen?

Ibuprofen und Paracetamol – was ist der Unterschied?

Ibuprofen gehört zu den sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Dieser Begriff umfasst Schmerzmittel, die zusätzlich eine entzündungshemmende Wirkung haben und darum auch bei der Rheumatherapie eingesetzt werden können. Der Namenszusatz „nichtsteroidal“ dient dazu, die Mittel von den sogenannten steroidalen Antirheumatika abzusetzen, die teilweise schwere Nebenwirkungen haben.

Paracetamol hat dagegen kaum antientzündliche Wirkung – dieses Mittel wird ausschließlich eingesetzt, um Schmerzen und Fieber zu senken.

Wann Ibuprofen besser wirkt

In einer 2014 durchgeführten Studie fanden australische Forscher heraus, dass Paracetamol bei Schmerzen im unteren Rücken nicht besser wirkt als ein Placebo. Eine 2015 veröffentlichte Metastudie kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Ibuprofen kann dagegen bei akuten Schmerzen eine kurzfristige Linderung bewirken – so das Ergebnis einer 2004 durchgeführten Studie.

Auch bei Fieber, Spannungskopfschmerzen und Krämpfen hat Ibuprofen Studien zufolge in der Wirksamkeit die Nase vorn.

Wann Paracetamol besser geeignet ist

Doch in einem Punkt schneidet Paracetamol besser ab: Während dieses Mittel auch schon den Kleinsten verabreicht werden kann, darf Ibuprofen erst ab einem Alter von sechs Monaten eingenommen werden.

Hamburg, 12. Januar 2016