Husten – welche Heilpflanzen helfen wirklich?

Kapland-Pelargonie lindert Husten
Die pflanzlichen Schutzstoffe der Kapland-Pelargonie stärken die Fresszellen unseres Immunsystems und sorgen so dafür, dass Krankheitserreger abgetötet werden
Während Schnupfen bei einer Erkältung meist von allein ausheilt, kann Husten leicht chronisch werden oder sich zur Bronchitis auswachsen. Deshalb ist es wichtig, das entzündliche Sekret möglichst schnell zu lösen. Besonders wirkungsvoll sind diese pflanzlichen Schleimlöser.

Husten kann sehr belastend sein. Ärzte verschreiben bei solchen Atemwegsinfekten oft Antibiotika. Dabei werden gut 90 Prozent dieser Ansteckungen von Viren verursacht, Antibiotika helfen aber nur gegen Bakterien. Bei viralen Infekten, so zeigen viele Studien, sind pflanzliche Stoffe sehr effektiv. Welche Pflanzenextrakte sich bei Husten bewähren, haben Wissenschaftler jetzt untersucht.

Das Ergebnis: Der Pelargonienwurzelextrakt EPs7630 zeigt eine Verbesserung von Hustensymptomen bei Atemwegsinfekten – und zwar mit einem deutlichen Unterschied gegenüber Placebo.

Husten – diese Pflanzen helfen

In die Analyse wurden 34 qualitativ hochwertige Studien mit einer Gesamtzahl von 7.083 Patienten eingeschlossen. Gegenstand der Untersuchung waren pflanzliche Hustenmittel aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind: Pelargonienwurzelextrakt EPs7630
(elf Studien, davon sieben bei Erwachsenen, vier bei Kindern und Jugendlichen), verschiedene Sonnenhut-Zubereitungen (acht Studien), unterschiedliche Präparate auf der Basis von Gemeinem Efeu/Echter Schlüsselblume/Echtem Thymian (vier Studien), verschiedene Anwendungen ätherischer Öle: Menthol, Eukalyptus, Campherbaum (vier Studien) sowie Kalmegh-Extrakt (sechs Studien) sowie eine-Pflanzenpulvermischung  (eine Studie). Als Kontrolle wurde meist Placebo verwendet. Die Auswertung ergab für
EPs7630 und für Kalmegh sowie für Gemeiner Efeu/Echte Schlüsselblume/Thymian-Präparate einen Nachweis für die Besserung der Häufigkeit und Schwere von Hustensymptomen – jeweils mit einem erheblichen Unterschied gegenüber Placebo. Eine Ausnahme bildeten aufgrund nur geringer Effekte die untersuchten Sonnenhut-Präparate.

Die beste Wirkung lässt sich erzielen, wenn der Pelargonienwurzelextrakt gleich beim ersten Kratzen im Hals eingenommen wird. Studien belegen, dass dies die Dauer der Erkältungssymptome um durchschnittlich zwei Tage verkürzen kann. Ergebnissen zufolge liegt die wirksame Tagesdosis im Bereich von 60 - 90 mg Pelargonienwurzelxtrakt.

Erkältungstipp: Richtig husten

In die Hand husten oder in die Armbeuge? Je sanfter, desto besser? Wie Sie richtig husten, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.

Hamburg, 12. März 2016