Ein Hühnerauge (Clavus) ist eine rundliche Verhornung an den Zehen, am Fußballen oder an anderen Stellen an den Füßen, seltener auch an den Händen. Hühneraugen entstehen meist durch Druck und Reibung, zum Beispiel bei Fußfehlstellungen oder zu engem Schuhwerk. Besonders Menschen mit Rheuma und Diabetes neigen häufig zu Hühneraugen.

Was sind Hühneraugen?

Hühneraugen – fast jeder kennt diese kleinen Verdickungen am Fuß. Dort treten sie an allen Stellen auf, wo die Haut nahezu direkt den Knochen überzieht. Seltener entstehen Hühneraugen auch an den Händen. Besonders häufig sitzen Hühneraugen jedoch seitlich oder an der Spitze der Zehen, an den Zehenballen und hervorstehenden Gelenken. Schuld an Hühneraugen ist oft zu eng sitzendes Schuhwerk, das an der jeweiligen Stelle drückt oder die Zehen zusammenpresst. Aber auch Fußfehlstellungen und chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus begünstigen die Entstehung von Hühneraugen. Gerade bei Diabetikern können Hühneraugen – genau wie andere Verletzungen am Fuß – auch eine Eintrittspforte für Bakterien bilden.

Frau mit Hühnerauge am Fuß

Besonders häufig sitzen Hühneraugen seitlich oder an der Spitze der Zehen


Hühneraugen können ziemlich schmerzhaft sein

Für Menschen ohne chronische Erkrankungen sind Hühneraugen zwar in der Regel nicht gefährlich, aber unangenehm: Im Inneren der verhornten Stelle bildet sich eine Art harter Zapfen, der bei weiterer Druckbelastung trichterförmig immer tiefer in die Haut wächst. Dieser Dorn „piekst“ nun bei jedem Schritt in das darunterliegende Gewebe – das macht ein Hühnerauge am Fuß so schmerzhaft. Hautärzte bezeichnen eine solche Verhornung mit Zapfen auch als Clavus.

Enge Schuhe fördern Hühneraugen

Omas-Hausmittel gegen Hühneraugen

Auf eine Zwiebelscheibe einige Spritzer Zitronensaft und etwas Salz geben. Mit einem Pflaster auf dem Hühnerauge fixieren und über Nacht wirken lassen. Bei Bedarf Behandlung wiederholen.

Alternativ können Sie auch einige Stücke Stark-Lakritz (möglichst großer Süßholz-Gehalt) sehr fein zerkleinern - z. B. mit einer feinen Küchenreibe. Vermischen Sie das mit einem halben Teelöffel Vaseline, massieren Sie die so entstandene Paste in die verhornten Stellen ein. Warum hilft es? Die Süßholzwurzel - der Pflanzengrundstoff der schwarzen Kringel - enthält östrogenähnliche Substanzen. Diese helfen, verhärtete Haut wieder weich zu machen.

Am häufigsten entwickeln sich Hühneraugen bei Frauen, die eine Vorliebe für hohe Schuhe haben. Pumps, Stilettos und Peeptoes sind zwar schön anzusehen, üben jedoch meist einen hohen Druck auf die Knochen der Zehen aus. Aber auch Wanderschuhe, Arbeitsstiefel oder andere täglich getragenen Schuhe können bei Männern wie Frauen zu Hühneraugen führen, da immer wieder die gleichen Stellen am Fuß belastet werden. An den Händen entwickeln sich Hühneraugen meist durch immer wieder benutzte Arbeitsgeräte – zunächst bilden sich Schwielen und Hornhaut, bei weiterer Belastung auch ein Hühnerauge.

Hühneraugen niemals herausschneiden

Wichtig ist, dass Sie keinesfalls versuchen, Hühneraugen mit einem Messer oder anderen scharfen Gegenständen zu entfernen. Gegen einfache verhornte Stellen können Sie meist gut mit einem Bimsstein und einer reichhaltigen Hautcreme vorgehen. Mit einem großen, hartnäckigen oder entzündeten Hühnerauge wenden Sie sich dagegen am besten an einen medizinischen Fußpfleger (Podologen) oder einen Hautarzt.

Pflaster gegen Hühneraugen

Wer die lästigen Störenfriede selbst entfernen will, kann sich spezielle Hühneraugenpflaster aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt besorgen. Diese enthalten den Wirkstoff Salycilsäure, der die Hornhaut aufgeweicht. Je nach Hartnäckigkeit des Hühnerauges sollte man das Pflaster alle zwei Tage wechseln. Spätestens nach einer Woche lässt sich die aufgeweichte Hornhaut nach einem ausgedehnten warmen Fußbad mit Meersalz leicht lösen. Dazu nimmt man am besten einen Bimsstein oder eine Hornhautfeile.