Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit, oder auch Bergkrankheit genannt, bezeichnet einen Krankheitszustand bei Menschen, die in kurzer Zeit in große Höhen aufgestiegen sind. Dabei ist der Körper nicht in der Lage, sich an neue Luft- und Sauerstoffverhältnisse angemessen anzupassen. Die Höhenkrankheit kann vor allem das Gehirn und die Lunge in Mitleidenschaft ziehen und in schweren Fällen lebensbedrohlich sein. Von der Höhenkrankheit sind meistens Bergsteiger, selten auch Zug- und Flugreisende betroffen.

Was ist die Höhenkrankheit?

Die Höhenkrankheit – so vermuten die Mediziner – entsteht durch den abnehmenden Druck- und Sauerstoffgehalt in großen Höhen, der vor allem die Lunge und das Gehirn betrifft. Normalerweise ist der Körper bis zu einer gewissen Höhe in der Lage, eine sogenannte Höhenakklimatisation, also eine Anpassung, vorzunehmen.

Bereits ab einer Höhe von 2.500 Metern kann bei einem zu schnellen Aufstieg ein verminderter Sauerstoffgehalt im Blut (Hypoxie) auftreten. Der Körper ist nicht mehr imstande, sich an die neuen Umgebungsverhältnisse anzupassen.

Bergsteiger sind besonders häufig von der Höhenkrankheit betroffen

Ab einer Höhe von 2.500 Metern kann, bei einem zu schnellen Aufstieg, der Sauerstoffgehalt im Blut abnehmen. Bergsteiger sind besonders häufig von der Höhenkrankheit betroffen


Höhenmediziner unterscheiden drei höhenbedingte Syndrome

  • Milde akute Höhenkrankheit
  • Wasseransammlung im Gehirn (Höhen-Hirnödem)
  • Wasseransammlung in der Lunge (Höhen-Lungenödem)

Bei einer Person mit Höhenkrankheit treten zu Beginn meist Kopfschmerzen und Schwindel, später hoher Puls und Atemnot ein. Wird der Aufstieg nicht unterbrochen, oder bei schweren Symptomen der Abstieg nicht angetreten, können Wasseransammlungen in der Lunge (Höhen-Lungenödem) und im Gehirn (Höhen-Hirnödem) lebensbedrohlich werden. Eine Höhenkrankheit kann sich beispielsweise durch zu schnelles Aufsteigen, zu extreme Höhen oder auch durch Alkohol oder Schlafmittel verschlechtern.