Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt kommt es zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Dadurch wird die Versorgung des Herzmuskels mit Blut unterbrochen, was zu Gewebeschäden oder Herzversagen führen kann. Der Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Was ist ein Herzinfarkt?

Bei einem Herzinfarkt verschließen Blutgerinnsel eine oder mehrere Koronararterien. So werden die Arterien genannt, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Da sie kranzförmig angeordnet sind, heißen sie auch Herzkranzgefäße. Die unterbrochene Blutversorgung führt dazu, dass Herzgewebe geschädigt wird oder abstirbt. Das Ausmaß der Schäden hängt davon ab, welche Arterien verstopft sind und wie viel Zeit vergeht, bis die Durchblutung wieder hergestellt ist. Ein schwerer Infarkt kann den Herzmuskel dauerhaft schwächen oder sogar zu einem Herzversagen führen. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ist es daher wichtig, sofort den Notarzt zu rufen, um eine schnelle Behandlung zu ermöglichen.

Von einem Herzinfarkt sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Kardiologen (Herzspezialisten) vermuten jedoch, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Frauen gibt. Denn bei Frauen zeigt ein Herzinfarkt häufig ungewöhnliche Symptome wie Übelkeit oder Magenschmerzen, die eher an einen Infekt denken lassen. Vermutlich werden daher bei Frauen vor allem leichtere Herzinfarkte von vielen Ärzten nicht erkannt.