Halluzinationen (Sinnestäuschungen)

Bei Halluzinationen handelt es sich um Sinneswahrnehmungen, die von den Betroffenen für real gehalten werden, obwohl es keinen äußeren Reiz gibt. Halluzinationen können alle fünf Sinne betreffen und werden im Gehirn ausgelöst. Neben Krankheiten und Drogenkonsum können auch extreme Situationen wie Schlafmangel oder Isolation zu Halluzinationen führen.

Was sind Halluzinationen?

Halluzinationen sind eine Täuschung der Sinne, die im Gehirn stattfindet. Dabei können Halluzinationen grundsätzlich bei allen Sinnen auftreten. Wenn es sich um akustische Halluzinationen handelt, hören die Betroffenen Geräusche, die tatsächlich nicht vorhanden sind (zum Beispiel ein Pfeifen, Sausen oder Heulen). Ärzte unterscheiden diese einfachen Täuschungen (Akoasmen) von komplexen Phänomenen wie dem Hören von Stimmen.

Auch bei optischen Halluzinationen gibt es schlichte Varianten, etwa das Sehen von Blitzen oder Schatten, sowie auf der anderen Seite das Wahrnehmen sehr vielschichtiger Bilder wie Menschen, die sich bewegen. In anderen Fällen nehmen die Betroffenen Gerüche wahr (olfaktorische Halluzinationen) oder schmecken etwas, das nicht da ist (gustatorische Halluzinationen), zum Beispiel halten sie alles, was sie essen, für bitter.

Bei Halluzinationen, die im weiteren Rahmen den Tastsinn betreffen, muss unterschieden werden zwischen Leibeswahrnehmungen (zum Beispiel das Gefühl, die eigenen Organe wären zu groß für den Körper), Täuschungen des Fühlens (etwa nicht vorhandene Berührungen, aber auch Hitze von außen oder der Eindruck nasser Füße) und Halluzinationen, die in einem Zusammenhang mit äußeren Einflüssen stehen. Ein Beispiel wäre die Überzeugung, dass die Gegenwart anderer Menschen Schmerzen auslöst.

Drogen- und Alkoholkonsum kann Halluzinationen hervorrufen

Drogen- und Alkoholkonsum kann Halluzinationen auslösen


Echte Halluzinationen sind von Pseudohalluzinationen zu unterscheiden

Ärzte unterscheiden bei diesen Phänomenen echte Halluzinationen von Pseudohalluzinationen. Bei letzteren ist dem Betroffenen bewusst, dass seine Sinneseindrücke nicht real sind.

Grundsätzlich entstehen Halluzinationen im Gehirn. Normalerweise verarbeitet es Reize, die über die Sinnesorgane aufgenommen werden. Bei Halluzinationen wird das Gehirn ohne äußere Impulse aktiv – verschiedene physische oder seelische Auslöser können zu dieser Fehlleitung führen.

Halluzinationen müssen unterschieden werden von den Illusionen. Dabei handelt es sich um einen real vorhandenen Eindruck oder Reiz, der jedoch falsch interpretiert wird. Beispielsweise kann eine Frau davon überzeugt sein, ihr Mann habe seine Arme um sie geschlungen, während sie tatsächlich nur das Gewicht der Decke gespürt hat. Illusionen treten häufig im Zusammenhang mit Müdigkeit oder Erschöpfung auf.