Grippe und Lungenentzündung kommen oft zusammen

Eine Erkältung kann bei Nichtbehandlung zu einer Lungenentzündung führen
Eine Erkältung kann bei Nichtbehandlung zu einer Lungenentzündung führen
Alle Jahre wieder werden wir von einer Grippewelle heimgesucht, die Folge kann eine Lungenentzündung sein. Daher empfiehlt die ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin eine jährliche Impfung, am besten bereits vor Beginn der Grippewelle, die häufig schon sehr früh einsetzt.

Impfen lassen sollten sich vor allem Personen, die älter als 60 Jahre sind, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Herz-, Kreislauf-, Nieren- oder Lungenerkrankungen.

Pneumokokken-bedingte-Lungenentzündung

Im Schatten der Virusgrippe steht eine zweite, ebenfalls nicht ungefährliche Infektion: die Pneumokokken-Erkrankung. Bei vielen gesunden Menschen sind Pneumokokken natürliche Bewohner des Nasen-Rachenraums. Wenn sich die Bakterien allerdings außerhalb ihres Lebensraumes ausbreiten, wird man krank. Sie können über das Mittelohr bis zu den Hirnhäuten gelangen oder über die Atemwege eine Lungenentzündung hervorrufen. Ist man dann erst einmal daran erkrankt, können weitere Komplikationen auftreten. Ausgehend von den Lungen kann es durch lokale Ausbreitung zu Entzündungen des Brustfells und des Herzbeutels kommen. Wenn die Bakterien schließlich in den Blutkreislauf gelangen, entsteht eine lebensbedrohliche Blutvergiftung.

Eine Infektion mit Pneumokokken ist nicht auf bestimmte Risikogruppen beschränkt. Jeder kann sich anstecken, weil die Erreger – wie bei der Grippe – durch kleinste Tröpfchen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen, übertragen werden. Menschen, die durch eine Erkältung bereits eine geschwächte Abwehr haben, werden besonders oft heimgesucht. Die jährliche Erkältungswelle kann also für viele Menschen noch ein böses Nachspiel haben.

Grippe- und Pneumokokken-Impfung schützt vor bakterieller Infektion

Eine Pneumokokken-Impfung in den Oberarm schützt mindestens sechs Jahre vor der Erkrankung, und danach muss sie erneuert werden. Die Kosten für die Grippe- und die Pneumokokken-Impfung werden bei den über 60-Jährigen sowie bei chronisch Kranken von den Krankenkassen übernommen. Wenn Sie glauben, zu einer dieser Risikogruppen zu gehören, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen, ob und wann eine Grippe- und Pneumokokken-Impfung für Sie infrage kommt.