Leseprobe: Gibt es gute und schlechte Kalorien?

Das Zählen von Kalorien in Lebensmitteln bestimmt nicht wirklich über unser Dick- oder Dünnsein. Das bestätigen immer mehr Experten. Viel entscheidender ist, was der Körper mit ihnen macht – und das ist von Kalorie zu Kalorie unterschiedlich. Was wir über das Eigenleben einer jeden Kalorie wissen sollten

Magazin Good Health

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Was haben ein großer Berg Brokkoli, ein kleines Wiener Würstchen und eine Handvoll Gummibärchen gemeinsam? In allen drei Lebensmitteln stecken genau 200 Kalorien. Und was unterscheidet sie? Ganz klar die Menge. Wir können 200 Kalorien mit ganz wenig oder mit ganz viel Nahrung zu uns nehmen.

Doch es gibt noch einen weiteren entscheidenden Unterschied: Über die Hälfte der Kalorien des Brokkolis kommt aus Eiweißen, beim Würstchen sind sie vor allem im Fett enthalten und ganze 90 Prozent der Gummibärchen-Kalorien stecken im Zucker, also in den Kohlenhydraten. Eben weil die Quellen so verschieden sind, liegen Welten zwischen dem Kaloriengehalt vor dem Verzehr – und der Energie, die tatsächlich vom Körper genutzt wird.

Warum Kalorien falsch berechnet werden

Wenn wir umgangssprachlich von Kalorien sprechen – auch im Folgenden –, sind eigentlich Kilokalorien gemeint: Diese physikalische Einheit beschreibt die notwendige Energie, um ein Kilogramm Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen. Unser Körper kann seinen Energiebedarf aus vier Nährstoffen gewinnen: Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette und Alkohol.

Der amerikanische Chemiker Wilbur Olin Atwater fand Ende des 19. Jahrhunderts heraus, dass in einem Gramm Fett neun Kalorien, in einem Gramm Kohlenhydrate und Proteine vier Kalorien und in einem Gramm Alkohol sieben Kalorien stecken. Noch heute, über 100 Jahre später, wird der Brennwert der Nahrung nach diesem Atwater-System auf unseren Lebensmitteln angegeben – unabhängig davon, wie der Körper die Kalorien aus den unterschiedlichen Nährstoffen verarbeitet. Genau deshalb kritisieren immer mehr Experten dieses Vorgehen. Sie plädieren für eine körpergerechtere Nährwertangabe.

Wie der Körper unterschiedlich mit Kalorien aus Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen umgeht – und warum uns viele Kalorien gar nicht dick machen können, lesen Sie in der neuen Ausgabe von Good Health. Ab jetzt am Kiosk.

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