Gewichtszunahme

Eine Gewichtszunahme beschreibt ein steigendes Körpergewicht, unabhängig von eventuellen Wachstumsprozessen.

Meistens ist die Ursache eine Kombination aus falscher Ernährung und mangelnder Bewegung. Aber auch Krankheiten können eine Gewichtszunahme herbeiführen.

Was ist eine Gewichtszunahme?

Eine Gewichtszunahme liegt vor, wenn das Körpergewicht steigt. Dies kann ein schleichender Prozess über Jahre sein oder auch sprunghaft innerhalb weniger Wochen oder Monate erfolgen. Bei sehr schnellen Veränderungen ist es besonders wichtig, der Ursache auf den Grund zu gehen. Dabei gibt es verschiedene Formen der Gewichtszunahme, und nicht jede bietet Anlass zur Besorgnis.

Bewegung stoppt Gewichtszunahme

Regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind die besten Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung

Sport führt beispielsweise zu einer Gewichtszunahme, sobald die Intensität gesteigert wird. Denn zusätzliche Bewegung ist automatisch mit dem Aufbau von Muskelmasse verbunden. Dieser Effekt führt bei Freizeitsportlern häufig zu Irritationen, da sich die Figur sichtbar verbessert, aber die Waage dennoch höher ausschlägt. Bei Menschen, die sehr ausgeprägt und kraftbetont trainieren (z. B. Bodybuilder, Gewichtheber) kann daher auch nicht der Body-Mass-Index (BMI) herangezogen werden, um ihr Körpergewicht einzuordnen. Denn der BMI beschreibt mit einer einfachen Formel das Verhältnis zwischen Körpergröße und -gewicht. Die schwere Muskelmasse von Bodybuildern führt dabei zu sehr hohen Werten, die jedoch ein falsches Bild wiedergeben, da der Fettanteil gering ist und kein „ungesundes“ Übergewicht besteht.

Ein weiteres Beispiel für eine schnelle, aber normale Gewichtszunahme ist eine Schwangerschaft. Nach der Geburt normalisiert sich das Gewicht in der Regel innerhalb des ersten Jahres. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es sich um eine natürliche Gewichtszunahme handelt. Viele Mütter schlagen während der Schwangerschaft bei der Ernährung über die Stränge und nehmen viele Speisen zu sich, die zu viel Zucker und Fett enthalten. Dieses Essverhalten führt dazu, dass ihr Körpergewicht über das normale Maß hinaus steigt – diese zusätzlichen Kilos müssen später mühsam wieder abgebaut werden. Die Grundregel lautet: Je leichter Frauen zu Beginn der Schwangerschaft sind, desto mehr nehmen sie normalerweise zu. Aber auch hier gibt es – trotz optimaler Ernährung – Ausnahmen. Das individuelle Körpergewicht sollte daher mit dem Gynäkologen besprochen werden.

Eine Gewichtszunahme kann auch allein durch Wasseransammlungen (Ödeme) zustande kommen. Beispielsweise eine chronische Venenschwäche oder eine Herzmuskelschwäche führen oftmals dazu, dass vermehrt Flüssigkeit im Gewebe angelagert wird und dadurch das Körpergewicht steigt.

In den meisten Fällen hängt eine Gewichtszunahme jedoch mit einer wachsenden Menge Körperfett zusammen. Dieses Phänomen wird im Alter häufiger, weil der Energiebedarf des Körpers im Laufe des Lebens sinkt, viele Menschen ihre Ernährung oder ihr Bewegungsverhalten jedoch nicht anpassen. Ein Überschuss an Energie, die als Reserve in Fett umgewandelt wird, ist die Folge.