Gesunde Gelenke, starke Knochen

Immer mehr junge Leute leiden unter Gelenkschmerzen
Während früher hauptsächlich ältere Menschen von Gelenkschmerzen und Rheuma betroffen war, leiden inzwischen immer mehr junge Leute unter den Beschwerden
Osteoporose, Arthrose und Arthritis – Immer öfter sind auch junge Menschen betroffen. Wie man rechtzeitig vorbeugt und was effektiv gegen Schmerzen hilft, verraten wir hier.

Rund acht Millionen Deutsche leiden an Knochenschwund (Osteoporose), fünf Millionen an Gelenkverschleiß (Arthrose) und weitere 800 000 an chronischen Gelenkentzündungen (in der Regel die sogenannte rheumatoide Arthritis, im Volksmund Rheuma genannt). Waren früher hauptsächlich ältere Menschen erkrankt, sind heutzutage auch immer mehr Jüngere betroffen.

Die Ursachen sind vielfältig: Fehlbelastung, mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht. Die gute Nachricht: Wer starke Knochen und gesunde Gelenke haben möchte, kann viel selbst dazu beitragen – vor allem mit Bewegung!

Wie man seine Knochen am besten stärkt

Unsere Muskeln aktivieren beim An- und Entspannen die Knochen zur Aufnahme von Kalzium, ihrem wichtigsten Baustoff. Außer mit Sport kann der Knochenstoffwechsel – sowohl zur Vorbeugung als auch bei bestehender Osteoporose – mit Vibrationsreizen angeregt werden. Bei der sogenannten „Stochastischen Resonanztherapie“ steht man auf einem Gerät mit zwei Fußplatten, die sich unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegen können. Studien belegen: Die Knochendichte erhöht sich deutlich. Eine Übungseinheit beim Orthopäden oder Physiotherapeuten (Kosten: 5 bis 10 Euro) dauert etwa fünf Minuten.

Versorgen Sie Ihre Knochen mit Kalzium

Daneben braucht der Knochen mindestens 1000 Milligramm Kalzium täglich. In großen Mengen ist es in Milchprodukten enthalten. So decken beispielsweise 100 Gramm Emmentaler den Bedarf. Auch grünes Gemüse ist ein wertvoller Lieferant: 100 Gramm Grünkohl enthalten 210 Milligramm, 100 Gramm Spinat 115 Milligramm und 100 Gramm Brokkoli rund 90 Milligramm. Um Kalzium in den Knochen einzubinden, braucht der Körper Vitamin D. Das wird größtenteils durch Sonnenlicht in der Haut gebildet. Experten empfehlen, in der dunklen Jahreszeit Vitamin-D-Präparate (1000 Internationale Einheiten täglich, Apotheke) einzunehmen.

3 Warnzeichen für Osteoporose/Arthrose

Steife oder schmerzende Gelenke nach dem Aufstehen: Verschwinden die Beschwerden nach ein paar Schritten wieder, sprechen Experten vom sogenannten Anlaufschmerz. Er ist ein erstes Warnzeichen für Arthrose.

Dumpfe und wiederkehrende Rückenschmerzen: Die Beschwerden sind nicht eindeutig und werden oft falsch zugeordnet. Frauen in den Wechseljahren sollten bei chronischen Schmerzen auch an Osteoporose denken.

Verlust der Körpergröße: Messen Sie einmal Ihre Körpergröße nach. Sind Sie seit Ihrer Volljährigkeit um mehr als vier Zentimeter kleiner geworden, kann das auf Knochenschwund hindeuten.

Für stabile Gelenke ist regelmäßige Bewegung das beste, was man tun kann. Grund: Bei Be- und Entlastung wird die Gelenkschmiere gleichmäßig verteilt. So wird der Knorpel, der nicht über Blutgefäße verfügt, mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Das sorgt dafür, dass der Gelenkpuffer elastisch, widerstandsfähig und somit stark gegen Verschleiß bleibt.

Schwimmen, Radfahren & Co.

Um Arthrose vorzubeugen, eignen sich Sportarten, bei denen sanfte und gleichmäßige Bewegungen durchgeführt werden, wie etwa Schwimmen, Radfahren, Walken oder Wassergymnastik.

Krafttraining gegen Knochenschwund

Sanfte Kraftübungen sind das beste Training gegen Knochenschwund. Studien zeigen: Wer dreimal wöchentlich zur Hantel greift, kann die Knochendichte um drei Prozent erhöhen.

Was Sie vermeiden sollten

Sportarten mit schnellen Richtungswechseln oder erhöhter Verletzungsgefahr wie z. B. Handball, Fußball oder Volleyball sind nicht zu empfehlen.