Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Eine Infektion mit dem FSME-Virus nimmt nicht immer einen schweren Verlauf – viele Infizierte entwickeln gar keine Symptome. Aber in manchen Fällen kommt es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis), bei der auch die Gehirnsubstanz selbst sich entzünden kann (Meningoenzephalitis). Neben einem gründlichen Zeckenschutz kann eine Impfung der FSME vorbeugen.

Was ist eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Erkrankung, bei der sich Hirnhäute, Gehirn und Rückenmark entzünden können. Auslöser ist das FSME-Virus, das zur Familie der Flaviviren gehört. Diese Viren werden generell meist über Insektenstiche auf den Menschen übertragen; speziell zu einer FSME-Infektion fast ausschließlich durch Zeckenbisse.

Den besten Schutz vor einer Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis bietet die FSME-Impfung

Den besten Schutz vor einer Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis bietet die FSME-Impfung

Je nach Region tragen etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das FSME-Virus in sich. Es gibt bestimmte Risikogebiete, in denen verhältnismäßig viele Zecken FSME-Überträger sind – in Deutschland betrifft dies vor allem Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz gibt es sogenannte Endemiegebiete.

Nicht alle FSME-Infizierten bemerken Symptome

Eine Infektion mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis führt nicht zwangsläufig zu einer Gehirnentzündung. Nur etwa ein Drittel der Infizierten bemerken überhaupt Symptome einer Erkrankung. Sie zeigen vor allem grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, die nach einigen Tagen wieder abklingen. Bei jedem Zehnten kommt es allerdings kurze Zeit später zu einer zweiten Erkrankungsphase. In dieser treten dann schwere Entzündungen im Bereich des Zentralen Nervensystems (ZNS) auf, zum Beispiel:

  • Hirnhautentzündung (Meningitis)
  • Hirnhaut- und Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis)
  • Hirnhaut-, Gehirn- und Rückenmarksentzündung (Meningoenzephalomyelitis)

Eine FSME-Infektion verläuft nur bei relativ wenigen Menschen schwer, dann allerdings kann sie zu bleibenden Schäden am Nervensystem führen. Daher ist es unterwegs in Wald und Wiesen wichtig, sich mit Maßnahmen wie langer Kleidung vor Zecken zu schützen. Für Menschen, die in Risikogebieten leben und sich viel in der Natur aufhalten, kann eine FSME-Schutzimpfung sinnvoll sein.