Frühjahrsmüdigkeit

Frühjahrsmüdigkeit ist zwar keine Krankheiten, aber sie kann Betroffene stark belasten. Erfahren Sie hier von den besten Hausmitteln und Tricks, um Frühjahrsmüdigkeit zu begegnen!

Viele Menschen freuen sich auf das Ende der Winterzeit und den Beginn der Frühlingszeit – die Sonne zeigt sich öfter und länger, es wird wärmer und die Tage wieder länger. Doch viele Menschen fühlen sich in dieser Zeit schlapp, müde und abgeschlagen und verlassen das Bett am liebsten gar nicht. Grund ist die Frühjahrsmüdigkeit: Der Körper muss sich erst an den Temperaturumschwung und das wechselnde Wetter gewöhnen – was vielen spürbare Probleme bereitet. Warum uns die Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen macht, ist wissenschaftlich nicht genau geklärt.

Frühjahrsmüdigkeit und Wetterfühligkeit

Ein Wetterumschwung kann zu Migräne führen

Ein plötzlicher Wetterumschwung führt bei wetterfühligen Personen häufig zu Kopfschmerzen und Migräne

Der Körper reagiert auf das Wetter – und muss sich nicht nur ständig wechselnden Temperaturen anpassen. Auch Veränderungen im Luftdruck, wechselnde Luftfeuchtigkeit, Föhn oder Gewitter beeinflussen das körperliche Wohlbefinden vieler Menschen – häufig reagieren sie überempfindlich auf Wetterumschwünge. Das Stichwort dafür lautet Wetterfühligkeit, auch als Meteoropathie oder Meteorotropismus bezeichnet. Sie ist definiert als Veränderungen des Wohlbefindens – sowohl körperlich, geistig, seelisch als auch sozial –, die mit Veränderungen des Wetters einhergehen. Der Körper ist also nicht in der Lage, sich schnell ändernden Wetterbedingungen anzupassen. Je stärker und intensiver der Wetterumschwung ausfällt, desto stärker sind meist auch die Beschwerden ausgeprägt. Einige Wissenschaftler vermuten, dass genau dieser Effekt auch die Frühjahrsmüdigkeit auslöst.

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit

Die Wetterfühligkeit ist kein seltenes Phänomen. Rund 19 Prozent der Deutschen denken, dass ihre Gesundheit in starkem Maße vom Wetter abhängt und 35 Prozent vermuten, dass das Wetter „etwas Einfluss“ auf ihre Gesundheit hat. Besonders ältere Menschen über 60 Jahre gelten als wetterfühliger als jüngere. Frühjahrsmüdigkeit und Wetterfühligkeit sind allerdings keine eigenständigen Krankheiten. Betroffene klagen aber über Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Abgeschlagenheit oder Müdigkeit. Die Beschwerden der Wetterfühligkeit treten besonders häufig bei stürmischem Wetter auf oder wenn es kälter wird.

Frühjahrsmüdigkeit, Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit sind unterschiedlich

Petersilie gegen Frühjahrsmüdigkeit

Petersilie wirkt verdauungsfördernd, regt die Blasentätigkeit an, belebt den Geist und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Als Kraut in Salatdressings oder Suppengrün hat es eine milde blutreinigende Wirkung. Der Inhaltsstoff Apigenin unterstützt, wie eine dänische Studie ergab, die Arbeit anderer Antioxidanzien beim Zellschutz wesentlich. Wichtig: Petersilie darf erst zum Schluss in gekochte Speisen gegeben werden, weil Hitze ihre Heilkraft und den Duft zerstört.

Es gibt einen Unterschied zwischen der Wetterfühligkeit und der Wetterempfindlichkeit: Wetterfühlig sind gesunde Menschen, die empfindlich auf Wetterumschwünge reagieren. Wetterempfindlich sind dagegen Menschen, bei denen sich bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen durch das Wetter verschlimmern: Zum Beispiel schmerzen bei manchen Arthrose-Patienten die Gelenke bei einem Wetterumschwung stärker als normal oder Betroffene klagen über ein „Ziehen“ an Narben. Oft ist der Übergang zwischen beiden Beschwerden fließend und eine Abgrenzung nur schwer möglich. Forschern zufolge verursacht vor allem der Klimawechsel die Frühjahrsmüdigkeit. Unser Organismus muss sich erst langsam an die höheren Temperaturen gewöhnen. Ist doch eigentlich schön, dass wir Menschen keine Automaten sind, sondern ziemlich sensibel auf das reagieren, was um uns herum passiert.