Erbrechen

Erbrechen ist ein Abwehrmechanismus des Körpers, bei dem er den Inhalt des Magens durch den Mund wieder nach außen befördert.

Dies geschieht zum Beispiel bei einer Vergiftung oder Magen-Darm-Erkrankungen. Es kommen jedoch auch Gleichgewichtsstörungen, starken Schmerzen, Schwangerschaften und viele andere Faktoren als Auslöser infrage.

Was ist Erbrechen?

Erbrechen (griech. Emesis) gehört zu jenen Symptomen, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal erfährt. Babys erbrechen sich in den ersten Lebensmonaten noch sehr häufig. Später dann sorgen nur noch bestimmte Veränderungen im Körper sorgen dafür, dass das Brechzentrum im Gehirn aktiviert wird – sei es durch eine Magen-Darm-Erkrankung, während der Schwangerschaft oder bei einer Migräne-Attacke. Zunächst kommt es normalerweise zu Übelkeit; wird das Brechzentrum stärker gereizt, muss der Betroffene sich übergeben. Erbrechen ist in diesem Sinne selbst keine Erkrankung, sondern ein Symptom.

Brechreiz

Dem Erbrechen geht meist eine starke Übelkeit mit Brechreiz voraus

Ohne dass man es bewusst steuern kann, koordiniert das Brechzentrum beim Prozess des Übergebens einen sehr komplexen Ablauf: Schon vor dem Brechakt selbst öffnet sich der „Pförtnermuskel“ zwischen Magen und Zwölffingerdarm, sodass ein Teil des Darminhalts in den Magen zurückfließt. Schließlich ziehen sich Zwerchfell, Bauch- und Brustmuskeln abrupt zusammen, während der Magen selbst erschlafft. Der Mageneingang (Cardia) – also der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen – dehnt sich. Durch den erhöhten Druck im Bauchraum wird der Mageninhalt hindurchgepresst und die Speiseröhre schiebt ihn aktiv nach oben. Gleichzeitig schließt sich der Kehldeckel, um zu verhindern, dass das Erbrochene eingeatmet wird.

Manchmal ziehen sich die Muskeln rhythmisch zusammen, ohne dass der Mageninhalt erbrochen werden kann – dann spricht man von Würgen. In den meisten Fällen empfinden die Betroffenen starke Übelkeit und Brechreiz – dies variiert jedoch je nach Ursache des Erbrechens.

Erbrechen ist in der Regel ein unangenehmer bis qualvoller Vorgang, den die meisten Menschen vermeiden möchten. Einige haben auch starke Angst vorm Erbrechen – Psychologen sprechen von einer Emetophobie. Bei Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) und insbesondere Bulimie gehört das selbst ausgelöste Erbrechen hingegen oft zum Krankheitsbild. Erbrechen künstlich herbeizuführen ist jedoch in den seltensten Fällen sinnvoll – eine Ausnahme bilden akute Vergiftungen. Wann immer die Möglichkeit besteht, sollten Sie dies allerdings einem Arzt überlassen.