Ekzeme: Woher sie kommen und was wirklich hilft!

Über Wochen entzündete Haut, ein nahezu unerträglicher Juckreiz, der Zwang, sich ständig zu kratzen: Ekzeme können den Alltag zur Qual machen. Lesen Sie hier, wie Sie wirkungsvoll vorbeugen können, woran Sie die unterschiedlichen Formen erkennen, welche Hausmittel wirklich helfen, wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten und wie Sie nach einer Erkrankung gesund bleiben.

Ekzeme: Eine Kontaktdermatitis auf Händen

Eine Kontaktdermatitis: Eine Ursache der Ekzeme können Chemikalien in Schutzhandschuhen sein

Ekzeme bilden eine Gruppe unterschiedlicher Hautausschläge, bei denen es zu einer nicht ansteckenden Entzündung der oberen Hautschicht, der Epidermis, kommt. Die Haut ist gerötet und schuppig, sie juckt und nässt und es bilden sich Bläschen oder Knötchen aus. Ekzeme gehören zu den häufigsten Hauterkrankungen; ungefähr 20 Prozent aller Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einem Ekzem.

Was sind Ekzeme?

Die Haut ist mit einer Fläche von ungefähr zwei Quadratmetern das größte Organ des menschlichen Körpers und erfüllt eine Vielzahl verschiedener Aufgaben: Sie schützt unseren Körper vor dem Austrocknen, vor Überhitzung und übermäßigen Wärmeverlusten, aber auch vor Schadstoffen und Krankheitserregern wie Bakterien und Pilzen, die in unserer Umgebung allgegenwärtig sind. Die Haut ist dadurch tagtäglich extremen Belastungen ausgesetzt – und das bleibt häufig nicht ohne Folgen. Millionen von Menschen leiden an unterschiedlichen Hauterkrankungen und müssen sich deshalb ärztlich behandeln lassen. Eine der häufigsten und vermutlich bekanntesten Hautkrankheiten ist das Ekzem.

Ekzeme haben viele verschiedene Ursachen – die Symptome sind oft allerdings sehr ähnlich

Ekzeme haben viele verschiedene Ursachen – die Symptome sind oft allerdings sehr ähnlich

Menschen, die von Ekzemen sprechen, meinen damit häufig ganz verschiedene Arten von Hautausschlägen mit unterschiedlichen Ursachen. Tatsächlich ist die Bezeichnung auch in der Medizin nicht ganz klar abgegrenzt. Besonders den Begriff „Dermatitis“ verwenden Ärzte häufig im gleichen Zusammenhang. So ist das Kontakt-Ekzem zum Beispiel das Gleiche wie eine Kontaktdermatitis, oder das atopische Ekzem – das den meisten Menschen besser als Neurodermitis bekannt ist –  das Gleiche wie die atopische Dermatitis.

Ekzeme haben eine Gemeinsamkeit

Unabhängig von der Bezeichnung, ist aber allen Ekzemen eines gemeinsam: Es handelt sich um eine meist langwierige, nicht ansteckende Entzündung der oberen Hautschicht, der Epidermis. Die Symptome sind vielen Menschen aus eigener Erfahrung bekannt, schließlich leiden ungefähr 20 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens an einem Ekzem. In der Regel ist die betroffene Haut zunächst stark gerötet, eventuell auch geschwollen und juckt unangenehm. Später bilden sich nässende, flüssigkeitsgefüllte Bläschen aus, die im Laufe der Zeit verkrusten und austrocknen. Es entstehen dann rötliche Knoten, von denen sich die oberste Hautschicht schuppig ablöst.  

Ärzte unterscheiden je nach Entstehung und Verlauf mehrere Arten von Ekzemen.

Arten von Ekzemen

  • Das Kontaktekzem entsteht durch den Kontakt mit hautschädigenden oder Allergie-auslösenden Stoffen.
  • Beim atopischen Ekzem (Neurodermitis) ist die Schutz- und Barrierefunktion der Haut aufgrund einer erblichen Veranlagung gestört.
  • Das seborrhoische Ekzem ist bedingt durch eine vermehrte Talgproduktion in den Talgdrüsen.
  • Das Exsikkationsekzem oder Austrocknungsekzem entsteht, wenn der Haut aufgrund klimatischer Verhältnisse oder durch häufiges Duschen und Baden zu viel Feuchtigkeit entzogen wird.
  • Als Auslöser des nummulären Ekzems gilt eine allergische Reaktion auf Hautkeime.
  • Das dishydrotische Ekzem entsteht in schweißdrüsenreichen Hautgebieten und ist durch kleine, sekretgefüllte Bläschen an Händen und Füßen gekennzeichnet