Ebola - Ursachen, Symptome und Behandlung

Ebola ist eine durch einen Virus hervorgerufene, lebensbedrohliche epidemische Infektionskrankheit. Sie führt zu einem hohen Fieber und kann innere und äußere Blutungen auslösen (hämorrhagisches Fieber). Die gefährlichen Viren haben Mitte der 1970er Jahre in Zentralafrika den ersten bekannten, großen Ebola-Ausbruch verursacht. Nach bisherigen Kenntnissen verläuft das Ebola-Fieber in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich.

Merkmale des Ebolavirus

Der Ebolavirus gehört zur Familie der Filoviren („Fadenviren“), die nach ihrer fadenförmigen RNA-Struktur benannt ist. Damit zählt Ebola zur allgemeinen Gruppe der RNA-Viren. Diese Erreger-Klasse – die auch als Ribovirus bekannt ist – zeichnet sich biochemisch dadurch aus, dass ihre gesamte Erbinformation aus einer RNA (Ribonukleinsäure) besteht und nicht wie sonst üblich aus einer DNA. Mit einem Durchmesser von rund 80 Nanometern pro Virion ist der Ebola-Erreger der wahrscheinlich größte, überhaupt bekannte RNA-Virus.

Ebolavirus

Der Ebolavirus besitzt eine fadenförmige Gestalt und gehört zu den größten bekannten RNA-Viren


Ebolavirus nach einem Fluss benannt

1976 wurde der Ebola-Erreger – den Virologen in fünf Unterformen unterscheiden – in dem zentralafrikanischen Land Zaire (seit 1997 Demokratische Republik Kongo) entdeckt. Im selben Jahr kam es in einem Dorf in der Nähe des Flusses Ebola zum ersten größeren Ausbruch, bei dem rund 280 Menschen starben. Fortan sprach man im Zusammenhang mit dem Virus nur noch von Ebola.

Herkunft von Ebola

Die Herkunft von Ebola – das sogenannte Virus-Reservoir oder der Hauptwirt – konnte bislang nicht zweifelsfrei bestimmt werden. Als wahrscheinlichster Hauptwirt gelten verschiedene Fledermausarten wie zum Beispiel der Nilflughund, der als einzige Spezies Antikörper gegen Ebola und eng verwandte Viren (z.B. den Marburgvirus) in sich trägt. Bestimmte Affenarten stehen ebenfalls im Verdacht, bei Ebola als Wirtstiere zu fungieren. Eine Theorie besagt, dass Affen – aber auch andere Tiere – sich anstecken, indem sie Früchte verzehren, die zuvor von Fledermäusen angefressen und fallengelassen wurden.

Vorkommen von Ebola

Ebola-Infektionen kommen überwiegend in Regionen vor, in denen auch die mutmaßlichen Hauptwirtstiere leben. Die meisten Ebola-Ausbrüche werden deswegen in Zentral- und Westafrika sowie in Südostasien verzeichnet. Nur vereinzelt traten Ebola-Infektionen außerhalb dieser Gebiete auf. Die Ansteckung fand in allen Fällen in Afrika statt.

Fledermaus als Hauptwirt für Ebola

Als wahrscheinlichster Hauptwirt der Ebola-Krankheit gelten verschiedene Fledermausarten wie zum Beispiel der Nilflughund


Ebola-Gefahr für Deutschland?

Auch wenn die Bevölkerungsdichte in Deutschland sehr hoch ist – was grundsätzlich die Gefahr steigert, dass sich ein Virus schnell verbreiten kann –, wird hierzulande das Risiko eines Ebola-Ausbruches als sehr gering eingeschätzt. Das liegt vor allem an der engmaschigen und technisch hochentwickelten, medizinischen Versorgungssituation in Deutschland, die eine Isolierung und intensivmedizinische Betreuung von Infizierten möglich macht. Die Gefahr, dass es in Deutschland zu einer Ebola-Epidemie kommt, kann nach Einschätzung deutscher Gesundheitsbehörden nicht ausgeschlossen werden, geht aber rein rechnerisch gegen Null.