Darmkrebs (kolorektales Karzinom)

Der Begriff Darmkrebs ist eine zusammenfassende Bezeichnung für alle bösartigen Tumoren des Darms. Während bösartige Tumoren im Dünndarm und im Bereich des Afters relativ selten auftreten, gehören Tumoren des Dickdarms zur häufigsten Form von Darmkrebs. Je nachdem, welcher Abschnitt des Dickdarms betroffen ist, sprechen Ärzte von einem Kolonkarzinom oder einem Rektumkarzinom. Beide Karzinome fassen Mediziner unter der Bezeichnung kolorektales Karzinom zusammen.

Was ist Darmkrebs (kolorektales Karzinom)?

Darmkrebs ist der Oberbegriff für alle bösartigen Tumoren des Darms. Bösartige Tumoren können entstehen, wenn sich das Erbgut von einzelnen Zellen so verändert, dass diese sich schneller teilen und vermehren als normale Zellen. Durch das unkontrollierte Wachstum drängen die bösartigen Zellen das normale Gewebe immer weiter beiseite. Da die bösartigen Zellen viele ihrer ursprünglichen Fähigkeiten verlieren, können sie ihre Aufgaben im Körper nicht mehr wahrnehmen. Das gesunde Organgewebe wird bei einer Krebserkrankung also zunehmend durch schnell wucherndes, nutzloses Tumorgewebe verdrängt. Mit der Zeit dringen die sich unkontrolliert vermehrenden Krebszellen meistens auch in andere Organe vor und bilden hier weitere bösartige Tumoren, die sogenannten Metastasen.

So entsteht Darmkrebs

Darmkrebs befällt meist den Dickdarm

Am häufigsten von Darmkrebs betroffen ist der Dickdarm

Beim Darmkrebs bilden sich bösartige Tumoren in verschiedenen Teilen des Darms aus. Der Darm ist ein wichtiger Teil unseres Verdauungssystems, in dem der größte Teil der Nährstoffe aus der Nahrung in den Körper aufgenommen wird. Er ist beim Menschen mehrere Meter lang und in verschiedene Abschnitte untergliedert. An den Magen schließt sich zunächst der Dünndarm an, darauf folgt der Dickdarm, der sich wiederum in den Blinddarm (Zäkum), den Grimmdarm (Kolon) und den Enddarm (Mastdarm oder Rektum) unterteilt. Den Abschluss des Darms bildet der Analbereich (Anus).

Darmkrebs befällt meist den Dickdarm

Darmkrebs kann im Prinzip im gesamten Darm entstehen. Krebserkrankungen des Dünndarms und des Anus sind aber relativ selten. Meistens sind mit dem Begriff Darmkrebs Tumoren des Dickdarms gemeint. Am häufigsten gehen die Tumoren von der Darmschleimhaut aus. Solche Tumoren bezeichnen Mediziner auch als Karzinome. Im Dickdarm bilden sich vor allem die sogenannten Kolonkarzinome, also Tumoren des Grimmdarms, und Rektumkarzinome, also Tumoren des Enddarms. Mediziner fassen diese beiden Tumortypen auch unter dem Begriff „kolorektales Karzinom“ zusammen. Rektumkarzinome machen mit einem Anteil von 60 Prozent die Mehrheit der kolorektalen Karzinome aus.

Verbreitung von Darmkrebs

Darmkrebs ist vor allem in den westlichen Ländern relativ weit verbreitet. In Mitteleuropa erkranken pro Jahr mehr als 30.000 von 100.000 Einwohnern. Damit ist das kolorektale Karzinom bei Frauen und bei Männern nach dem Brustkrebs (bei Frauen) beziehungsweise dem Prostatakrebs (bei Männern) und Lungenkrebs die häufigste Krebserkrankung. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Die meisten Menschen erkranken nach ihrem 50. Lebensjahr an Darmkrebs. Am häufigsten diagnostizieren Ärzte Darmkrebs bei Menschen im Alter von 60 bis 70 Jahren.

Heilungschancen bei Darmkrebs

Darmkrebs gilt als sehr gut heilbar, wenn er frühzeitig entdeckt wird. Darin liegt allerdings ein besonderes Problem, da Darmkrebs oft lange Zeit keine Beschwerden verursacht. Bei vielen Menschen entdecken die Ärzte den Darmkrebs erst dann, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist. Eine regelmäßige Vorsorge ist bei Darmkrebs deshalb besonders wichtig.