Clusterkopfschmerz

Der Clusterkopfschmerz ist eine relativ seltene Kopfschmerz-Erkrankung mit heftigen, einseitigen Kopfschmerzen im Bereich der Schläfe und hinter dem Auge. Die Schmerzattacken treten über einen Zeitraum von durchschnittlich ein bis zwei Monaten meist mehrmals täglich, bevorzugt in der Nacht, auf. Neben dem Kopfschmerz kommt es zu weiteren typischen Symptomen, wie einem geröteten oder tränenden Auge, einem herabhängenden Augenlid oder einer laufenden oder verstopften Nase.

Was ist ein Clusterkopfschmerz?

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Beschwerden der Bevölkerung: Bis zu 70 Prozent aller Menschen leiden von Zeit zu Zeit daran, bis zu 20 Prozent haben sogar chronische oder immer wiederkehrende Kopfschmerzen. In den meisten Fällen handelt es sich um die sogenannten Spannungskopfschmerzen oder um eine Migräne. Der Clusterkopfschmerz ist hingegen relativ selten: Nur etwa 0,1 Prozent aller Menschen sind von den heftigen Schmerzattacken betroffen, Männer ungefähr fünfmal so häufig wie Frauen. Bei den meisten beginnt die Erkrankung zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten Lebensjahr.

Junger Mann mit Clusterkopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen treten immer einseitig, meistens hinter dem Auge oder im Bereich der Schläfe, auf


Clusterkopfschmerzen unterscheiden sich von typischen Kopfschmerzen

Der Clusterkopfschmerz unterscheidet sich auf typische Weise von anderen Kopfschmerzen: Die Schmerzen sind immer einseitig und liegen hinter dem Auge oder im Bereich der Schläfe. Sie treten bis zu achtmal täglich auf – meistens zu festen Zeiten und besonders häufig in der Nacht – und halten 15 bis 180 Minuten an. Während der Schmerzattacken treten verschiedene Begleitsymptome auf, wie ein gerötetes oder tränendes Auge, eine verstopfte oder laufende Nase oder ein herabhängendes Augenlid.

Bei vielen Menschen tritt der Clusterkopfschmerz bevorzugt im Frühjahr und im Herbst auf und hält für einige Wochen bis mehrere Monate an. Nach einer überstandenen Schmerzperiode sind viele Betroffene über einen längeren Zeitraum, manchmal sogar über Jahre, beschwerdefrei. Nur bei etwa einem Fünftel aller Menschen sind die Beschwerden chronisch. Von einem chronischen Clusterkopfschmerz sprechen Ärzte immer dann, wenn die Schmerzen ohne Pause für mehr als ein Jahr auftreten oder die Abstände zwischen den Schmerzperioden kürzer als vier Wochen sind.