Eine Borreliose ist eine Infektion mit bestimmten Bakterien, sogenannten Borrelien. Meist ist speziell die Lyme-Borreliose gemeint – eine Krankheit, die vor allem die Haut, das Nervensystem und die Gelenke betrifft. Das Bakterium (Borrelia burgdorferi) wird fast immer durch Zeckenbisse übertragen. Daher ist ein sorgfältiger Schutz vor Zecken im Sommer besonders wichtig.

Was ist Borreliose?

Die Lyme-Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Etwa jede fünfte Zecke trägt das Bakterium Borrelia burgdorferi in sich. Indem sie sich festsaugen, übertragen sie die Erreger auf Wildtiere, Haustiere und Menschen. Allerdings entwickelt nur etwa ein Prozent der Menschen nach einem Zeckenbiss Symptome einer Borreliose, denn der Erreger überträgt sich nicht sofort und führt auch nicht in jedem Fall zu einer Erkrankung.

Zecken sind typische Überträger der Borreliose

Zecken sind typische Überträger der Borreliose


Es gibt mehrere Formen der Borreliose

Der Begriff „Borreliose“ ist grundsätzlich nur ein Überbegriff für Erkrankungen, die von Bakterien der Gattung Borrelia ausgelöst werden. Da andere Formen der Borrelia-Infektion (z.B. das Rückfallfieber) in Deutschland aber extrem selten sind, wird der Begriff meistens gleichbedeutend mit der Lyme-Borreliose verwendet.

Eine Borreliose kann sich durch sehr unterschiedliche Symptome in verschiedenen Kombinationen bemerkbar machen, die meist zeitlich versetzt auftreten. So betrifft sie beispielsweise:

  • die Haut (Wanderröte)
  • das Nervensystem (Neuroborreliose)
  • das Herz (Herzmuskelentzündung)
  • die Gelenke (Lyme-Borreliose)

 

 

 

 

Eine Lyme-Borreliose lässt sich meist erfolgreich mit Antibiotika behandeln und hat dann eine gute Prognose. Auch unbehandelt heilt sie relativ oft von alleine aus. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Borreliose chronisch verläuft und über viele Jahre Haut- oder Gelenkbeschwerden verursacht. Daher ist ein sorgfältiger Schutz vor Zeckenbissen ratsam.