Bluthochdruck verursacht zwar häufig keine Beschwerden und hat oft auch keine bestimmte Ursache. Aber Ärzte warnen: Die Dauerbelastung erhöht das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Was ist Bluthochdruck?

Bluthochdruck (medizinischer Fachausdruck: Hypertonie) bezeichnet einen erhöhten Blutdruck, der normalerweise keine Beschwerden verursacht. Nur in seltenen Fällen löst Bluthochdruck bei stark erhöhten Werten Symptome wie beispielsweise innere Unruhe, Schwindel oder Kopfschmerzen aus. Viele Menschen wissen deswegen gar nicht, dass sie betroffen sind. Dabei ist Bluthochdruck weit verbreitet: Jeder vierte Deutsche hat Bluthochdruck, ab dem 50. Lebensjahr sogar jeder zweite.

Messung des Blutdrucks

Für die Diagnose von Bluthochdruck sind mehrere Messungen notwendig

Eine Hypertonie liegt dann vor, wenn die wiederholte Blutdruckmessung Werte von mindestens 140 zu 90 mmHg (Einheit: Millimeter Quecksilbersäule) liefert. Der höhere Wert ist dabei der sogenannte systolische Blutdruck. Er wird gemessen, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht (kontrahiert), um Blut in die großen Blutgefäße zu pumpen. Der niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck. Er misst den Blutdruck dann, wenn das Herz erschlafft ist. Grundsätzlich spiegeln die gemessenen Werte den Druck wider, den der Herzmuskel durch das Blut auf die Gefäßwände ausübt.

Für Bluthochdruck wird oft keine bestimmte Ursache gefunden

Dauerhafter Bluthochdruck kann das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und verschiedene andere Herz-Kreislauf- oder Gefäß-Erkrankungen beträchtlich steigern. Darüber hinaus können Schäden in Augen und Nieren auftreten. Das gilt vor allem dann, wenn Bluthochdruck gemeinsam mit Erkrankungen auftritt, die die Gefäße zusätzlich belasten können, wie Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Bei über 90 Prozent aller Betroffenen lässt sich keine bestimmte Ursache für Bluthochdruck finden. Der Arzt spricht dann von einer primären oder essentiellen Hypertonie. Ist die Ursache für den Bluthochdruck eine andere Erkrankung, beispielsweise der Nieren oder des Hormonsystems oder die Einnahme bestimmter Medikamente, dann liegt eine sekundäre Hypertonie vor.

Bluthochdruck lässt sich durch Bewegung und gesunde Ernährung vorbeugen

Bluthochdruck ist weit verbreitet. Dennoch hat jeder vielfältige Möglichkeiten, den eigenen Blutdruck zuerst ohne die Hilfe von Medikamenten zu senken. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt dazu ebenso bei, wie regelmäßige Bewegung und Sport. Beide Faktoren senken nachweislich den Blutdruck. Weitere Faktoren wie der weitgehende Verzicht auf Alkohol und Zigaretten wirken sich ebenfalls positiv aus. Darüber hinaus sollten Betroffene bestehendes Übergewicht langfristig und dauerhaft abbauen. Reicht die alleinige Umstellung des Lebenswandels nicht aus, um den vorhandenen Bluthochdruck ausreichend abzusenken, können Betroffenen blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Diese senken Bluthochdruck auf unterschiedlichen Wegen. Zu den Medikamenten zählen beispielsweise sogenannte Diuretika, Beta-Blocker oder ACE-Hemmer.

In jedem Fall gilt: Anhaltender Bluthochdruck sollte frühzeitig behandelt und so dauerhaft auf Normalniveau gesenkt werden. Je länger eine Hypertonie unbehandelt bleibt, desto mehr erhöht sich das Risiko von Folgeerkrankungen.

Video: Blutdruck Teil 2