Wenn der Urin sich plötzlich rot färbt, kann dies Angst machen. Allerdings können die Ursachen für diese Rotfärbung vollkommen harmlos sein. Sie kann aber auch auf rote Blutkörperchen im Urin hinweisen. In diesem Fall sollte durch einen Arzt die mögliche Ursache abgeklärt werden, da viele verschiedene Erkrankungen zu Blut im Urin führen können. Die Therapie ist daher auch sehr unterschiedlich und orientiert sich an der jeweiligen Grunderkrankung.

Was bedeutet Blut im Urin?

Blut im Urin wird medizinisch korrekt als Hämaturie bezeichnet. Von dieser sprechen Ärzte immer dann, wenn im Urin rote Blutkörperchen, die Erythrozyten, vorhanden sind. Sind diese Blutzellen in so großer Anzahl im Urin, dass schon mit dem bloßen Auge eine Rotfärbung sichtbar ist, liegt eine sogenannte Makrohämaturie vor. Wenn die Konzentration der Erythrozyten so gering ist, dass der Urin nicht sichtbar rot gefärbt ist und die roten Blutkörperchen erst unter dem Mikroskop nachweisbar sind, wird von einer Mikrohämaturie gesprochen. Diese wird in den meisten Fällen zufällig mit einem Teststreifen bei einer Standardurinuntersuchung beim Hausarzt festgestellt.

Teststreifen aus der Apotheke

Ein Teststreifen aus der Apotheke kann schnell und unkompliziert Blut im Urin nachweisen

Auch der Urin eines gesunden Menschen kann eine geringe Anzahl an roten Blutkörperchen enthalten. Grundsätzlich gelten etwa fünf Erythrozyten pro Mikroliter Urin als vollkommen normal und sind in den meisten Fällen nicht als Zeichen einer Erkrankung. Diese Zahl entspricht der Ausscheidung von bis zu einer Million roter Blutkörperchen pro Tag. Höhere Mengen an Erythrozyten können allerdings hingegen auf eine – möglicherweise schwerwiegende – Erkrankung hinweisen und sollten durch einen Arzt untersucht werden.