Axiale Spondyloarthritis (entzündlicher Rückenschmerz)

Bei einer axialen Spondyloarthritis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule. Mediziner zählen sie zu den Erkrankungen des sogenannten rheumatischen Formenkreises. Neben der Wirbelsäule sind auch die Kreuzbein-Darmbein-Gelenke (Iliosakralgelenke) und die Sehnenansätze (Enthesen) betroffen. Früh erkannt und behandelt, lässt sich der Verlauf der Erkrankung verzögern.

Was ist eine axiale Spondyloarthritis?

Spondyloarthritiden sind Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule („spondylos“ ist ein griechisches Wort und bedeutet „Wirbel“), die häufig von Rückenschmerzen begleitet sind. Unterschieden wird in eine Spondyloarthritis, die vorwiegend die Wirbelsäule betrifft (axiale Spondyloarthritis) und eine Spondyloarthritis, die vorwiegend die Gliedmaßen betrifft (periphere Spondyloarthritis).

Den Großteil machen die axialen Spondyloarthritiden aus. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch starke Rückenschmerzen und Bewegungseinschränkungen des Achsenskeletts. Das Achsenskelett besteht aus den Knochen, die zusammen den Rumpf bilden. Dazu gehören zum Beispiel das Brustbein, die Wirbelsäule, die Rippen und das Kreuzbein.

Mann mit axialer Spondyloarthritis

Entzündliche Rückenschmerzen bestimmen das Krankheitsbild der axialen Spondyloarthritis und schränken die Lebensqualität ein

Im deutschen Sprachraum wird eine axiale Spondyloarthritis häufig mit der Erkrankung Morbus Bechterew gleichgesetzt. Ärzte gehen davon aus, dass es sich zwar um ein einziges Krankheitsbild handelt, die Erkrankungen selbst sich aber hinsichtlich der Krankheitsdauer sowie den Veränderungen des Skeletts zu einem bestimmten Zeitpunkt unterscheiden.

Mediziner unterteilen die axiale Spondyloarthritis in zwei Stadien

  1. die axiale Spondyloarthritis, die auf einem Röntgenbild noch nicht eindeutig erkennbar ist
  2. die axiale Spondyloarthritis, bei der bereits verknöcherte Überbrückungen der Wirbelgelenke (Ankylosierungen) auf dem Röntgenbild erkennbar sind (klassische ankylosierende Spondylitis)

Eine Spondyloarthritis tritt in den meisten Fällen erstmals zwischen dem zweiten bis dritten Lebensjahrzehnt auf. Dabei verspüren Betroffene vorwiegend starke Rückenschmerzen. Bei unzureichender Behandlung ist es möglich, dass die Bewegung der Wirbelsäule immer weiter abnimmt und dies die Lebensqualität stark einschränkt. Daher ist das A und O bei axialer Spondyloarthritis, dass sie frühzeitig erkannt und behandelt wird.