Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Bei einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose, auch Atherosklerose) verengen sich die Arterien – also jene Gefäße, durch die das Herz das Blut in den ganzen Körper pumpt. Hinter einer Arterienverkalkung stecken Fette und verschiedene Blutbestandteile, die sich mit der Zeit an den Innenwänden der Gefäße festsetzen und zusätzlich Kalzium einlagern. Diabetiker, Raucher und Menschen mit erhöhten Blutfettwerten haben ein erhöhtes Risiko für eine Arterienverkalkung.

Arterienverkalkung – was bedeutet das?

Die Arterienverkalkung ist eine Erkrankung, die sich schleichend entwickelt. Nicht selten lagert sich bereits im Jugendalter eine kleine Schicht von Blutfetten an der Innenseite der Gefäßwand ab. Mit zunehmendem Alter stauen sich hier verschiedene Blutbestandteile, Bindegewebe, Kalk und kleine Blutgerinnsel, sodass die Gefäßwand immer dicker wird und die Arterie sich letztlich vollständig verschließen kann. Mediziner bezeichnen diese Erkrankung auch als Atherosklerose oder Arteriosklerose.

Aus der Sicht vieler Forscher ist die Arterienverkalkung die häufigste zum Tode führende Erkrankung in den westlichen Industrienationen. Denn die Atherosklerose hängt neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie der koronaren Herzkrankheit (KHK) und der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK, „Schaufensterkrankheit“) auch sehr eng mit der Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen zusammen. Gleichzeitig sind in Deutschland immer mehr Menschen von einer Arterienverkalkung betroffen – einerseits, weil Risikofaktoren wie Bewegungsmangel und eine fettreiche Ernährung zunehmen und andererseits, weil die Gesellschaft immer älter wird. Umso wichtiger ist es, die Mechanismen hinter der Arteriosklerose zu kennen und ihnen aktiv entgegenzuwirken.

Arterienverkalkung eine Ablagerung in der Gefäßwand

Bei einer Arterienverkalkung führen Ablagerungen in den Gefäßen zu Durchblutungsstörungen

Die Vorgänge bei einer Arterienverkalkung sind relativ komplex: Blutfette wie LDL-Cholesterin lagern sich in der inneren Schicht der Gefäßwand (Intima) ab und es kommt zu Entzündungsreaktionen, welche die Arterie immer weiter schädigen. An diesen Prozessen sind zahlreiche Abwehrzellen wie Fresszellen (Makrophagen), T-Lymphozyten sowie Blutplättchen (Thrombozyten) beteiligt, die sich teilweise noch zusätzlich auflagern. Es entstehen sogenannte atherosklerotische Plaques, die in das Innere des Blutgefäßes hineinragen. Da diese Plaques häufig mit der Zeit Kalzium einlagern und verhärten, ist umgangssprachlich oft von einer Arterienverkalkung die Rede. Dabei verengt sich die Arterie nach und nach und auch die Gefäßwand selbst baut sich mit der Zeit um, wird dicker und weniger flexibel.

Besonders problematisch ist es, wenn eine atherosklerotische Plaque an ihrer Oberfläche einreißt (sog. Plaqueruptur). Auf dem Riss bildet sich dann ein Blutgerinnsel, dass den ohnehin eingeengten Blutgefäßdurchmesser komplett verschließt – passiert dies an einer Herzkranzarterie, kommt es zum Herzinfarkt.