Allergie

Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis sind die häufigsten und bekanntesten Allergien. Bei diesen reagiert das menschliche Immunsystem auf Fremdstoffe, die eigentlich nicht gesundheitsschädlich sind. Diese Auslöser einer Allergie werden als Allergene bezeichnet. Einfachste Therapie: Allergene vermeiden – sofern dies möglich ist. Ansonsten können Allergien mit Medikamenten oder mithilfe einer sogenannten Hyposensibilisierung behandelt werden.

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktionen des körpereigenen Immunsystems auf bestimmte körperfremde Substanzen, sogenannte Allergene. Überschießend bedeutet, dass das Immunsystem auf diese Fremdstoffe „überreagiert“, obwohl sie eigentlich – im Gegensatz zu Krankheitserregern – keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Die allergischen Reaktionen können dabei in ihrer Stärke und Ausprägung sehr unterschiedlich ausfallen.

Laufende Nase als Symptom von Allergien

Eine laufende Nase ist ein typisches Symptom von Allergien gegen Pollen


Es gibt vier Arten von Allergien

Mediziner unterscheiden vier verschiedene Typen von Allergien. Die allergische Reaktion vom Typ I, auch als Sofortreaktion bezeichnet, tritt innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auf. Die zytotoxische Reaktion (Typ II) und die Immunkomplexreaktionen (Typ III) entstehen einige Stunden nach dem Kontakt. Die verzögerte Reaktion vom Typ IV (Spättyp) kann 24 bis zu 72 Stunden nach Allergenkontakt auftreten.

Ist eine Intoleranz auch eine Allergie?

Streng genommen gehören nur die sogenannten atopischen Erkrankungen wie beispielsweise Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis zu den eigentlichen Allergien. Allerdings werden oft auch die „Intoleranzen“ – auch Pseudoallergien genannt – zu den Allergien hinzugezählt, wie beispielsweise Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Die Häufigkeit von Allergien nehmen zu

In Deutschland leiden mehr als 20 Prozent der Kinder und mehr als 30 Prozent der Erwachsenen unter einer Allergie. Im Kindesalter sind Jungen häufiger davon betroffen als Mädchen. Bei Erwachsenen erkranken Frauen etwas häufiger als Männer. Seit den 1970er Jahren hat die Häufigkeit von Allergien stark zugenommen, im letzten Jahrzehnt hat sich die Anzahl allerdings auf einem hohen Niveau stabilisiert.