Alant - natürliche Hilfe bei Husten

Die Volksmedizin schreibt dem Alant eine auswurffördernde, verdauungsfördernde und den Gallenfluss anregende Wirkung zu. Heute ist die Wurzel des Alants Bestandteil von Hustenmitteln.

Wie bei anderen Heilpflanzen ist auch beim Alant die Dosis wichtig: Größere Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen

Wie bei anderen Heilpflanzen ist auch beim Alant die Dosis wichtig: Größere Mengen können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen


Alant: Anwendung und Heilwirkung

Definition Echter Alant

Bezeichnung: Inula helenium Familie: Korbblütler (Asteraceae) Gattung: Alant

Die medizinisch wirksamen Stoffe befinden sich in der Wurzel des Alant. In der traditionellen Volksmedizin wurde ihr eine auswurffördernde, verdauungsfördernde und den Gallenfluss anregende Wirkung zugesprochen. Innerlich wurden (Keuch-)Husten und Magen-Darmbeschwerden behandelt.

Äußerlich wurden Zubereitungen bei Hauterkrankungen angewendet. Heute ist die Wurzel des Alant Bestandteil von Tonika und einiger Hustenmittel.

Seine begrenzte Anwendung könnte auf einigen unerwünschten Wirkungen beruhen. Die Inhaltsstoffe der Alantwurzel haben ein hohes Allergenpotenzial  und können bei hohen Dosierungen toxisch wirken. Die Wirksamkeit konnte bisher auch nicht zweifelsfrei belegt werden. Die Bewertung durch die Gesundheitsbehörden (BGA/BfArM, Kommission E) ist negativ.

Im Alant enthaltene Wirkstoffe

Ätherisches Öl, das Polysaccharid Inulin, Sesquiterpenlactone, Sterole

Botanik

Im Volksglauben sollte der Alant vor Dämonen schützen

Im Volksglauben sollte der Alant vor Dämonen schützen

Die ausdauernde Staude wird bis zu 2,5 Meter hoch und hat große, fein gezähnte an der Unterseite filzig behaarte Blätter. Ihre kräftig gelben Blütenstände bestehen aus vielen kleinen Röhrenblüten und langen schmalen Zungenblüten. Es gibt mehr als 100 unterschiedliche Arten des Alant.

Verbreitung

Die Heimat des Alants ist Osteuropa und Kleinasien. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich mittlerweile nahezu über die gesamte Nordhalbkugel.

Selbst in einigen Regionen der Südhalbkugel ist er zu finden. Er wächst meist im Bereich von Flüssen und Bächen.

Andere Namen für den Echten Alant

Helenenkraut

Wissenswertes über den Echten Alant

Der Gattungsname „Inula“ leitet sich aus dem griechischen „hinaein“ ab, was soviel wie „reinigen, ausleeren“ bedeutet und sich auf die eine abführende Wirkung der Pflanze beziehen könnte.  Die Artbezeichnung „Helenium“ soll sich der Legende nach auf Helena von Troja beziehen.

Der 1804 vom Berliner Apotheker Rose aus dem Echten Alant isolierte Inhaltstoff Inulin kommt auch heute noch in der Lebensmittelindustrie z.B. als Ballaststoff zum Einsatz. Als Stärkeersatz hilft es in der Diabetestherapie, da es den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst.